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Neue Trekking Ausrüstung im Test 2026

Spyderco Para 3 Lightweight
Spyderco Para 3 Lightweight

In der Saison 2025 waren wir mit unserer Ausrüstung sehr zufrieden. Es gab am Ende für 2026 nur wenige Baustellen wie den Tausch des Exped Orion 3 UL gegen das Hilleberg Rogen 3, ein Upgrade des Rucksacks meiner Frau (und mit einem Schlag auch den meiner Tochter), leichtere Trekking Stiefel für mich und nach vielen Jahren der Umstieg von einen Swiss Army Taschenmesser auf ein Taschenmesser, das nur eines kann, aber das sehr gut, schneiden. 

Was Gaskocher, Geschirr, Schlafausrüstung und vieles mehr angeht sind wir super zufrieden und sehen weder Bedarf noch aktuelle Entwicklungen die einen Tausch rechtfertigen. 

 

Auf der Wunschliste von meiner Frau und mir steht der Wechsel von R-Matten auf RW-Matten. Wir hätten gerne etwas mehr Komfort beim Schlafen. Wir haben bereits ein paar Matten in der engeren Wahl, und zwar Nemo Eclipse All-Season RW und Exped Ultra 6.5R MW. Aber auch Sea to Summit Ether Light XR RW und Big Agnes Rapide SL WR sind noch im Rennen. Mal sehen, ob das in diesem Jahr noch etwas wird. 

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung.


Spyderco Para 3 Lightweight Taschenmesser

Spyderco Para 3 Lightweight (Bild von spyderco.com)
Spyderco Para 3 Lightweight (Bild von spyderco.com)

Auf unendlich vielen Touren hat mich mein Swiss Army Messer begleitet. Es war eine einfachere Version mit den wichtigsten Features. Über die Jahre habe ich es selten gebraucht, aber es war gut ein Messer dabei zu haben. 

 

Seitdem wir viel selbst kochen und auch zur Zubereitung Zutaten schneiden müssen wurde schnell klar, dass mein Swiss Army Messer dafür nicht geeignet ist. Am Ende kann es vieles aber nichts wirklich gut. Mein Sohn trägt gerne seinen kleinen Leatherman mit sich und da gibt es bessere Tools als auf meinen Swiss Army Messer. 

 

Es war schnell klar, wir brauchen wir ein ordentliches Taschenmesser. Es soll scharf, gut zu reinigen und leicht sein. Nach etwas Research landete ich bei Spyderco und Benchmade und am Ende hatte ich zwei Modelle in der engeren Auswahl. Das Benchmade Bugout und das Spyderco Para 3 Lightweight. 

 

Es wurde das Spyderco Para 3 Lightweight in Schwarz. Meine ersten Tests waren positiv, es ist leicht, handlich und man kann es gut reinigen. 

 

 

 

Update Schwarzwald Trekking 2026:

Es war dann auch gleich bei unserer ersten Tour für die Saison mit dabei. Im Schwarzwald mussten Karotten und Landjäger geschnitten werden und das hat es mit Bravour erledigt. Super scharf, handlich und dennoch leicht und kompakt. Mal sehen, wie es sich in Schweden schlägt. 


Osprey Aura AG 65

Osprey Aura AG 65 (Bild von osprey.com)
Osprey Aura AG 65 (Bild von osprey.com)

Meine Frau hat vor drei Jahren auf den Ospreys Aura AG LT 65 gewechselt und war im Großen und Ganzen sehr zufrieden damit. Auch unser ältester Sohn trägt diesen Rucksack in der Herrenversion. Dieser ist einfach zu laden, gut einzustellen und besticht durch ein niedriges Gewicht, ohne auf Qualität und Komfort zu verzichten.

 

Auf dem Kungsleden im Sommer 2025 fehlten meiner Frau jedoch die extra Außentaschen (um bei Regen schnell an Jacken usw. zu kommen) und etwas mehr Polsterung an den Schultern. Sie hatte vor der LT-Version bereits zwei Versionen des Ospreys Aura 65 (einen ältere und eine AG Variante) und entschied sich wieder auf dieses Modell zu wechseln. 

 

Dieses Jahr wird sie somit mit einem Osprey Aura AG 65 unterwegs sein. Ihren Osprey Aura AG LT 65 hat sie unserer ältesten Tochter weitergegeben. Diese war mir Ihrem Gregory Maven 65 nicht ganz zufrieden. Dieser ist breiter und kürzere gestaltet und lies sich nicht so gut laden. Am Ende hatte er auch keine 65 Liter. 

 

Mal sehen ob nun beide Damen mit Ihren Rucksäcken zufrieden sein werden. 


Lowa Explorer GTX Mid

Lowa Exporer GTX Mid (Bild von lowa.com)
Lowa Exporer GTX Mid (Bild von lowa.com)

Aktuell trage ich einen Lowa Ranger GTX W und bin sehr zufrieden damit. Ich wechselte vor vier Jahren von meinem Hanwag Tatra II Wide GTX (nach vielen Touren und einer Neubesohlung) auf Lowa, nachdem ich mehr als 20 Jahre Hanwag treu geblieben war. Problem war das Hanwag beim Update des Hanwag Tatra II auf einige Features verzichtet hat, auf die ich aber nicht verzichten wollte. Darunter eine Reduktion der Ösen und die Verwendung qualitative minderwertige dünne Schnüre sowie die Nutzung von dünnerem Material vorne bei den Zehen. 

 

Wenn ich eines am Lowa Ranger GTX W auszusetzen habe, dann ist es sein Gewicht, jeder Schuh wiegt gut 800 Gramm, das ist schon viel auf langen Tagen und Touren. Gewicht zu reduzieren, sollte aber nicht auf Kosten des Komforts (Ermüdung an langen Tagen) und der Sicherheit (bei schwerem Rucksack) gehen. 

 

Im Rennen waren Scarpa Ribelle TRK GTX, La Sportiva Aequilibrium Trek GTX und die neue Version des Lowa Explorer GTX Mid. Beim Scarpa hätte ich einen zu großen Schuh gebraucht, um Platz für meinen breitere Vorderfuß zu haben, beim La Sportiva ist vorne der Bereich an den Zehen zu niedrig und der Schuh an der schmalen Seite für mich. Beide Schuhe fand ich super, denn sie sind leicht und fühlen sich dennoch stabil an. Leider passten beide mir nicht so wirklich. Der Lowa sitz und passt, wie ich es brauche. 

 

Der Lowa Explorer GTX Mid ist mit 600 Gramm pro Schuh 25% leichter als mein aktueller Schuh. Eine Reduktion um 100 Gramm bei Schuhen ist vergleichbar mit 500 Gramm weniger im Rucksack. Auf langen Touren sollten sich die 400 Gramm Reduktion total, wie 2 kg weniger Gewicht im Rucksack anfühlen. 

 

Ob er so gut passt, werde ich auf meiner Tour im Schwarzwald testen. Ich bin schon gespannt, ob er mit nach Skandinavien kommt oder ob ich für Touren im hohen Norden doch beim Lowa Ranger bleibe. 

 

Update Schwarzwald Trekking 2026:

Das geringere Gewicht war sofort spürbar. Auf den 42 Kilometer in drei Tagen durch den Nationalpark Schwarzwald und einem Rucksack der 18kg wog konnte ich keinerlei Probleme feststellen. Sie geben die nötige Stabilität und sind dabei sehr bequem. Keine Blasen und keine Probleme, obwohl es eine Normale (also keine Breite) Leiste ist. Jetzt geht es dann damit gleich ins Zillertal, mal sehen, wie sie sich dort schlagen. Ich muss zugeben, besser als erwartet!


Nemo Eclipse All-Season RW (Bild von nemoequipment.eu)
Nemo Eclipse All-Season RW (Bild von nemoequipment.eu)

Wir haben uns nun doch dazu durchgerungen eine neue Matte in Wide zu testen. Entschieden haben wir uns für die Nemo Eclipse All-Season RW Matte. 

Die Werte beeindrucken:

  • 183 x 64 x 10 cm
  • R-Wert 6,2 nach ASTM
  • 643 Gramm mit Flickset und Pump Sack (nachgewogen)

Der erste Eindruck ist gut. Man liegt darauf bequem, sie ist leise und man merkt sofort, wie einem am Rücken warm wird. Bisher nutzen wir die Nemo Tensor All-Season Ultralight Matte mit einen R-Wert von 5,4, einer Breite von 51 cm und einer Höhe von 9 cm. Es ist eine super Matte, keine Frage. Aber wir wollen von 51 cm auf 64 cm umsteigen und die neue Nemo Eclipse All-Season hat einen höheren R-Wert, ist dicker und das bei kaum mehr Gewicht. Auch preislich liegt sie unter der gleich großen Tensor.

 

Persönlich finden wir Längsrillen nicht so bequem und wir wollten auf jeden Fall einen R-Wert von über 5 haben. Wegen dem R-Wert waren die Sea to Summit Ether Light XR RW und Big Agnes Rapide SL WR aus dem Rennen. Die Längsrillen und der hohe Preis waren dann auch der Grund, warum wir uns gegen die Exped Ultra 6.5 MW entschieden haben. Bei meinen 1,79 sind 183 cm Matten gerade ok, aber ich denke, wenn die ersten Tests positiv sind, dann wird es bei mir eine LW-Matte werden. Wenn es auf das Gewicht und Platz im Zelt ankommt dann haben wir die Nemo Tensor, für alles andere mehr Komfort mit den neuen Wide Matten. 

 

Der erste Test wird im Hilleberg Rogen 3 im Schwarzwald sein. Wenn das funktioniert, dann kommt diese Matte (für meine Frau) mit nach Skandinavien. Da ich wieder den MSR Tindheim 2 Tunnel mit meinen kleinen Kindern teile kann ich nur die 51 cm Matte nutzen. Somit habe ich noch Zeit mich final zu entscheiden. 2027 wird es auch einen neuen Tunnel geben und der muss dann breiter sein.

 

Update Schwarzwald Trekking 2026:

Wie beschreibe ich meine Erfahrung in den zwei Nächten im Nationalpark Schwarzwald am besten? Die Matte ist sehr bequem, trotz der Höhe nicht schwammig, sondern gibt einem das Gefühl auf einer Matratze zu liegen. Sie ist sehr warm und das merkt man sofort. Auf so einer Matte reicht ein Quilt allemal. Sie fühlt sich vom Material gut an und sollte einige Zeit halten. Das Gewicht ist sehr gut und man kann sie schnell aufblasen und wieder einrollen. Der Platzbedarf der MW-Matte im Rucksack ist überschaubar. 

 

Eigentlich alles gut, oder? Wenn man einen tiefen und feste Schlaf hat und das auch der Fall bei den Mitreisenden im Zelt ist dann ist die Matte super. Aber wehe man hat einen leichten Schlaf und bewegt sich etwas mehr denn die Matte ist sehr laut. Es ist kein Rascheln, sondern ein Knacken und auch bei kleinsten Bewegungen knackt es. Nicht nur mir hat es den Schlaf geraubt, sondern auch meine beiden kleinen Kinder, die normalerweise tief und fest schlafen, haben sich über den Lärm der Matte beschwert.  

 

Alle unsere aktuellen Matten wie die Nemo Tensor All-Season, Therm-A-Rest NeoAir Xlite Women und Sea To Summit Ether Light XR sind leiser. Die Nemo Tensor ist deutlich leiser. Die Geräusche erinnern mich an die alten Exped Synmat UL 7 Matten, die wir hatten. 

 

Mein erstes Fazit fällt für mich negativ aus. Es ist eine superbequeme Matte und alle Zahlen stimmen auch, nur finde ich darauf keinen Schlaf und störe alle die mit mir im Zelt liegen. Keine Ahnung, was ich nun damit mache, meine Frau (für die sie gedacht war) will sie auf keinen Fall mit nach Schweden nehmen und meine Kinder wollen schlafen. Ein tolle Matte für alle die gut schlafen, wer leicht aufwacht sollte die Finger davon lassen. 

 

Schade, das kann Nemo besser, somit hat Nemo eine echte Chance verpasst.