· 

Hilleberg Rogen 3 im Test

Hilleberg Rogen 3
Hilleberg Rogen 3

Schon in frühen Jahren hatte ich den Traum ein Hilleberg Zelt zu besitzen und damit, unter anderem, in Skandinavien zu zelten. Mein Interesse an Hilleberg Zelten war über viele Jahre ungebrochen und oft war ein Zelt von Hilleberg in der engeren Wahl. Jedoch waren die hohen Anschaffungskosten ein Hindernis und die Frage, ob es denn die richtige Wahl für unsere Vorhaben ist. 

Ende 2025 ging es darum mein Exped Orion 3UL zu ersetzen. Neben meinem Wunsch ein Hilleberg zu besitzen wollte ich in erster Linie ein Zelt das einfacher auf- und abzubauen und vom Gewicht her leichter ist als das Exped Orion 3UL.

Nach unserer Kungsleden Tour im Sommer 2025 war klar, dass meine Familie sich nicht an den komplizierteren Auf- und Abbau gewöhnen will und auch wenn es viele tolle Eigenschaften hat, musste Ersatz her. Meine Wahl fiel auf das Hilleberg Rogen 3.

Diesen Sommer geht es auf eine einwöchige Trekkingtour an der Schwedisch- Norwegischen Grenze und da wird es gemeinsam mit dem MSR Tindheim 2 dabei sein. Dazu wie immer in Skandinavien ein Hilleberg Tarp. Bevor es aber nach Skandinavien geht nehmen wir das Hilleberg Rogen 3 mit auf eine kurze Trekkingtour im Schwarzwald. 

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung.


Die technischen Daten

Hilleberg Rogen 3
Hilleberg Rogen 3

Das Rogen 3 kommt in einem Zeltsack mit dem Gestänge in einem extra Beutel, Reparaturhülse, extra Gestängesegment und 14 Y UL Heringen in einem eigenen Beutel. Es liegt ein Handbuch zum Auf- und Abbau und der korrekten Nutzung bei. Die Beutel, mit Ausnahme der für die Heringe, kommen in derselben Farbe wie das Zelt selbst. Für das extra Gestängesegment und die Reperturhülse gibt es einen integrierten extra Sleeve im Gestängebeutel. Alles sehr durchdacht gemacht. 

 

Laut Hilleberg wiegt das Rogen 3 gepackt 2,5 kg. Die dazugehörige Zeltunterlage 360 g. Nachgewogen komme ich beim Zelt auf 2,520 kg und bei der Zeltunteralge auf 390 g. Somit liegt das gewogene Gewicht mit +50 g nur minimal über den Herstellerangaben. Das ist sehr gut. 

Das optionale Reparaturset wiegt 140 g kommt aber auf meinen Touren nicht als Ganzes mit. Ich hoffe es nie brauchen zu müssen, aber wenn, dann habe ich alles Passende zu Hause. Man kann das Zelt für Reparaturen auch einsenden. 

Der mitgelieferte Zeltbeutel ist sehr groß und wie bei den meisten meiner Zelte werde ich den Exped Waterproof Compression Bag S (Nachfolgemodell heißt Exped Drybag Versa Compression) nutzen. Es kommt auch ein Sea to Summit Dry Bag mit, sollte man das Außenzelt getrennt abbauen müssen (Regen oder einfach nur nass) dann kommt es in diesen extra Beutel. Ein Sea to Summit Mikrofasertuch ist bei Nylonzelten immer mit dabei, da kann man Feuchtigkeit vor dem Abbauen wegwischen. 

 

Die mitgelieferten Y-Peg UL Heringe von Hilleberg sind 15 cm lang was für guten Boden und ok Wetter ausreicht. Für Skandinavien nehmen wir wegen der oft weichen Böden die MSR Groundhog Heringe mit 19 cm Länge mit. Auch tausche ich die Y-Peg UL gegen die MSR MiniGroundhog Heringe. Zwar liefert Hilleberg 14 Heringe, also genau so viele wie man braucht, aber ich nehmen immer einen extra mit. 

 

Gewicht:

  • Rogen 3 mit Gestänge (ohne Heringe): 2,380 kg
    • 14 Hilleberg Y-Peg UL mit Beutel: 140 g
    • 15 MSR Mini Groundhog Heringe mit Beutel: 150 g
    • 15 MSR Groundhog Heringe mit Beutel: 230 g
  • Rogen 3 Zeltunterlage: 390 g
  • Exped Waterproof Compression Bag: S 80 g
  • Sea to Summit Ultra Sil Dry Bag 8 Liter: 40 g
  • Sea to Summit Drylite Towel XS: 15 g

Total mit MSR Mini Groundhog Heringen: 3,055 kg

Total mit MSR Groundhog Heringen: 3,135 kg

Bild von hilleberg.com
Bild von hilleberg.com

Ein Grund, warum ich mich für das Rogen 3 entschieden habe, hatte auch mit den Maßen zu tun. Rechts die Herstellerangaben, aber wie sieht es aus, wenn man nachmisst:

 

 Breite Boden:

  • oben sollten es 170 cm sein, aber ich kam nur auf max. 166 cm
  • unten sollten es 160 cm sein und da kam ich auf max. 156 cm
  • In der Mitte sind es 162 cm

Länge Boden:

  • Es sollten 230 cm sein aber gemessen waren es nur 225 cm

Höhe Innenraum:

  • Da sollten es 105 cm sein, aber ich kam nur auf 100 cm

Das sind die Maße direkt am Boden gemessen, wichtig ist aber der wirklich nutzbare Raum und den misst man in 20 cm Höhe. Wenn man nun Länge und Breite in 20 cm Höhe misst dann kommt auf:

  • 205 cm Länge und in der Mitte gemessene 140 cm Breite. Das wiederum ist sehr gut, denn die Wände steigen beim Rogen 3 steil an. 

Beim Vergleich der Herstellerangaben und gemessene Werte fehlen überall in etwa 4-5 cm. Das mag zum Teil mit dem Abspannen zu tun haben (Lägen und Breite, Höhe wird davon nicht beeinflusst). Da es an den Ecken keine Befestigungen gibt, die man Nachspannen kann, kann das optimale Spannen des Bodens schon etwas schwieriger sein (dazu aber später mehr). Ich habe ganz in die Ecken gemessen und bei einem Zelt dieser Preisklasse hätte ich da bessere Werte erwartet. 


Aufbau des Rogen 3

Hilleberg Rogen 3 Unterlage
Hilleberg Rogen 3 Unterlage

Die Zeltunterlage kann man am Zelt eingehängt lassen oder getrennt vor dem Aufbau auslegen. Dabei sollten das Hilleberg Logo oben sein, es markiert die schmalere Seite des Zelts. 

Hilleberg Rogen 3 Aufbau
Hilleberg Rogen 3 Aufbau

Die Größe der beiden Hilleberg Etiketten sollte gleich sein, auf der gegenüberliegenden Seite ist das Etikett deutlich größer und markiert die breite Seite des Zelts. 


Hilleberg Rogen 3
Hilleberg Rogen 3

Der Aufbau gestaltet sich relativ einfach. Nachdem das Zelt korrekt auf der Unterlage ausgelegt wurde, befestigt man die Zeltunterlage am Zelt (an den 4 Ecken, das geht super einfach) und beginnt damit die Zeltstangen einzuführen.

 

Bei Wind sollte man vorher aber eine Ecke mit einem Hering im Boden befestigen, so fliegt es beim Aufbauen nicht weg. 

 

Auch das Einführen der Zeltstangen ist sehr einfach, die Kanäle sind deutlich größer als der Durchmesser der Zeltstangen (man kann auch zwei Sets gleichzeitig nutzen) und das Material der Kanäle bietet kaum Widerstand. Man muss unbedingt darauf achten das die Zeltstange auf der anderen Seite ganz im verstärkten Ende des Kanals steckt, das hat nicht immer gleich funktioniert. 

 

Danach richtet man das Zelt auf, indem man die Zeltstangen in den jeweiligen Schuh steckt und die Gurte festzieht. Auch das ist ohne Probleme zu bewerkstelligen. Als nächstes kann man direkt die kurze Zeltstange in der Mitte (sitzt nicht ganz mittig) anbringen, hier darauf achten, dass man es richtig verschließt, es ist wichtig das diese Stange korrekt und gut sitzt. 

 

Das Zelt dann korrekt ausrichten und alle 4 Ecken mit Heringen befestigen. Leider kann man die Schlaufen an den 4 Ecken nicht Nachspannen und man muss schon genau arbeiten damit das Zelt ordentlich steht bzw. der Boden gut gespannt ist. Da finde ich wurde am falschen Ende gespart. Als nächstes spannt man die beiden Apsiden und für eine bessere Durchlüftung gibt es am Kopf- und Fußende jeweils eine Abspannleine. Schon steht das Zelt. 

 

Es empfiehlt sich aber alle 8 Abspannleinen abzuspannen (das habe ich aber beim Aufbau im Garten hier nicht gemacht). Bitte darauf achten, dass man diese nicht zu stark spannt und das Zelt verzieht. 


Die beiden Apsiden

Hilleberg Rogen 3

Das Hilleberg Rogen 3 hat zwei Eingänge mit jeweils einer Apside (beide sind gleich groß). Da die mittlere Querstange nicht mittig angebracht ist bekommt man zwei unterschiedlich große Apsidenbereiche. Ausgeliefert wird es so, dass der größere Teil als Türe dient. 

Hilleberg Rogen 3
Hilleberg Rogen 3

Somit hat man als Apside bei offener Tür den kleineren Bereich als Stauplatz für Ausrüstung zur Verfügung. Dieser ist doch eher klein vor allem wenn man mit 3 Personen unterwegs ist. Der Apsidenbereich bei geschlossener Tür ist ausreichend. 


Man kann die Türen an den Apsiden ohne Probleme auch auf die andere Seite verlegen. Nachdem ich beide Optionen getestet habe, sind mir zwei wichtige Argumente aufgefallen, die dazu geführt haben, dass ich die Türen an den Apsiden auf die kleinen Seiten verlegt habe. 

  • Will man die Innenraumtüre nur wenig aufmachen dann geht das wirklich nur wenn man via die kleine Seite einsteigt. Die Reißverschlüsse gehen nicht ganz durch und der oben links im Bild sichtbare gerade Teil geht nicht auf. Somit öffnet man die Türe auf der anderen Seite und müsste entweder über die Ausrüstung steigen oder eben die Tür ganz aufmachen. Verlegt man die Türen der Apsiden auf die kleine Seite dann ist Aus- und Einsteigen schnell und auch ohne das Öffnen der ganzen Türe möglich (was bei Moskitos ein großer Vorteil ist).
  • Man hat deutlich mehr nutzbaren Stauraum, wenn man die große Seite befestigt lässt und via die kleine Seite ein- und aussteigt. 

Bild oben links ist das gelieferte Setup mit der Türe an der großen Seite, das zweite Bild von Link ist das Setup mit Türe and der kleinen Seite. Bild 3 Apsidenseite klein und Bild 4 Apsidenseite groß. 

 

Hilleberg Rogen 3
Hilleberg Rogen 3
Hilleberg Rogen 3

Ich habe beide Eingänge geändert (das ist relativ einfach, man muss aber auch die Spannleine an der anderen Seite anbringen). 

 

Die Bilder links zeigen nun mein gewähltes Setup mit der Türe an beiden Apsiden an der schmalen Seite.

 

Man sieht wie die runde Seite des Inneneingangs mit den Reisverschlüssen gut zu erreichen ist.

 

Von innen gesehen sieht man wie man mit halb geöffneter Innentüre so leichter aus- und einsteigen kann. 

Auch der bei offener Tür verbleibende Apsidenplatz ist deutlich größer. 


Da es sich beim Rogen 3 um ein 3-Season Zelt handelt reicht die Zeltunterlage nicht bis in die Apsiden. Man stellt seine Ausrüstung somit auf den Boden ab. Bei leichten Zelten wie dem Rogen 3 reicht das Außenzelt nicht zum Boden (dazu später mehr) und somit kann man die Unterlage nicht über den Innenzeltboden hinausragen lassen. Ansonsten würde Wasser vom Außenzelt oder seitlichem Regen leicht zwischen Zeltboden und Unterlage kommen. 


Die Belüftung des Rogen 3

Mesh Türen des Innenzelts
Mesh Türen des Innenzelts

Die Belüftung des Rogen 3 basiert wie bei vielen 3-Season Zelten auf eine Kombination aus hochgezogenem Außenzelt und mehr Mesh am Innenzelt. 

 

Das Außenzelt des Rogen 3 ist an den beiden Seitenwänden deutlich nach oben gezogen, auch an den Apsiden reicht das Außenzelt nicht bis zum Boden. Das soll für einen guten Luftaustausch zwischen Innen- und Außenzelt sorgen. 

 

Um Kondensation zu verringern sind beide Innenzelttüren aus Mesh welches nicht mit Tuch verschlossen werden kann. So soll es immer einen Luftstrom durch das Innenzelt geben. 

Bei offenen Apsiden (eine Seite oder gar beide) ist mit keiner Kondensation zu rechnen. Jedoch bei schlechtem Wetter und verschlossenen Apsiden wird sich zeigen, wie gut das Design ist. 

Macht man das Außenzelt nicht ganz zu bekommt man etwas mehr Luft
Macht man das Außenzelt nicht ganz zu bekommt man etwas mehr Luft

Viele Hersteller von 3-Season Zelten bringen mittlerweile hoch am Außenzelt zusätzliche Lüftungsöffnungen an. Je nach Hersteller oder Modell befinden dieses sich an den Seiten oder an den Apsiden und sind in manchen Fällen zu verschließen.

Darauf hat Hilleberg beim Rogen aber verzichtet. Die kleine Öffnung, die bleibt, wenn man den Reißverschluss and den Apsiden oben nicht ganz schließt, wird kaum eine Verbesserung bringen. Vom Überhängenden Design der Mittelstange her sollte kaum Regen eindringen, aber das ist nicht auszuschließen. 

 

Gut ist der Abstand zwischen Innen- und Außenzelt. Da ist ausreichend Platz damit die Luft durchströmen kann. Positiv sind auch die vielen Verbindungspunkte zwischen Innen- und Außenzelt. Das sorgt für mehr Raum im Inneren. Aufgefallen ist mir das Dreieck in der Mitte, was für gut Kopfhöhe sorgt. 

Kondensation kann man nicht immer vermeiden, aber es gibt deutlichen Unterschiede zwischen Materialien und den gewählten Designs. Hier wird sich am Ende zeigen, wie gut das Zelt wirklich ist. Kann man mit drei Personen bei schlechtem Wetter oder beim Campen an Gewässern die Kondensation im Griff halten oder wird man im Zelt durch Tropfstellen nass? 


Was mir sonst noch aufgefallen ist

Rogen 3 Eingangshöhe
Rogen 3 Eingangshöhe

Während des Auf- und Abbaus sowie der gut 2 Stunden, die ich das Zelt im Garten vermessen und fotografiert habe sind mir ein paar Sachen aufgefallen. 

Das Hilleberg Rogen 3 ist allgemein eher niedrig gehalten, die angegeben Innenraumhöhe von 1,05 m (nachgemessen 1,00 m) ist im Vergleich eher wenig aber durch das Design und dem Verlauf der Zeltstangen hat man im Innenraum doch gut Platz. Ich habe es aber ohne Matten getestet, Matten sind bis zu 10 cm hoch, was dann schnell Kopffreiheit kostet. Auf Matten sitzend kann es dann doch etwas eng werden. 

Das gedrungene Design gibt Stabilität und die geringere Innenzelthöhe sowie der Verlauf der 3 Zeltstange führen zu einer Eingangshöhe von gerade einmal 80 cm. Das klingt schon niedrig, jedoch nachdem ich den Eingangsbereich an den Apsiden verlegt hatte, ging das Aus- und Einsteigen sehr gut. 

 

Leider hat man an den vier Ecken des Zelts auf spannbare Befestigungen verzichtet. So muss man den Hering versetzen, wenn man es nicht gut gespannt hat oder Nachspannen muss. Da hat man am falschen Ende gespart. 

Im Innenzelt wurde an Taschen und Ablagevorrichtungen gespart, Die Fußseite hat keinerlei Taschen. Diese gibt es nur an der Kopfseite und auch nur an den Seiten. 

Es gibt im Kopfbereich keine Wäscheleine. Es gibt eine Menge an Schlaufen, um eine Lampe oder Gear Loft anzubringen. Hilleberg warnt aber immer davor zu viel Gewicht auf Wäscheleinen oder Gear Lofts zu hängen das es der Stabilität des Zelts schadet. 

An den Apsiden kann man mit Hilfe eines Spanngurtes Nachspannen. Aufgefallen ist mir das alles etwas größer dimensioniert ist (Schlaufen, Hacken, Reißverschlüsse) und man das mit Handschuhen auch sehr gut bedienen kann. 

Da es nur zwei Innentaschen gibt hat die dritte Person im Zelt keine eigene Ablagetasche. Das ist schade, die meisten Zelte haben Taschen an allen Seiten. 

Die beiden Abspannleinen an den Seiten (um eine bessere Durchlüftung zu erreichen) sind sehr lange. Das macht Sinn, wenn die Leinen mit dem Gestänge für Stabilität verbunden sind, aber hier ist es unnötig. Das werde ich wohl einkürzen. 



Ein erstes Fazit

Hilleberg Rogen 3

Es gibt kein perfektes Zelt, wohl auch nicht von Hilleberg. Denn ein Zelt zu finden das alle Wünsche erfüllt ist mir bisher nicht gelungen, aber ich hatte ein paar Zelte, die dem sehr nahekamen. 

 

Auf meiner Wunschliste standen im Vergleich zum Exped Orion 3UL ein paar wichtige Punkte:

  • Leichter; das Rogen 3 ist gepackt mit Zubehör 0,5 kg leichter.
  • Einfacher zum Auf- und Abbauen; das Rogen 3 lässt sich weit leichter auf- und wieder abbauen. Viele kleine Details die in der Summe einen großen Unterschied machen. 
  • Genug Platz für 3 Personen; das Rogen 3 hat im Innenraum genug Platz jedoch bei den Apsiden wird es eng.

Die Innenzelthöhe von 1,05 m ist im Bereich von Tunnelzelten (wie auch das MSR Tindheim 2 zum Beispiel oder viele Hilleberg Tunnel). Für ein Kuppelzelt finde ich das niedrig, vor allem für ein 3 Personenzelt. Das Allak 3 Kuppelzelt hat laut Hilleberg 1,15 m. Da hätte man beim Rogen 3 mehr machen können. Das wusste ich aber vor dem Kauf, dass es am Ende aber nur 1,00 m sind ist dann etwas enttäuschend. Es fehlt an Ablagemöglichkeiten und es gibt keine Wäscheleine. 

 

Das Exped Orion 3UL ist als 4-Season Zelt entworfen worden und hat zwei große Apsiden (da diese durch die 3 Zeltstange, die bis zum Boden reicht, gebildet wird). Die Innenzelthöhe ist deutlich höher und drei Personen können gut auf den Matten nebenandern sitzen. Es bietet eine Reihe an Belüftungsmöglichkeiten, die auch nötig sind, da das Außenzelt bis an den Boden geht. Durch dieses Design reicht die Zeltunterlage bis in die Apsiden worauf man seine Ausrüstung abstellen und somit sauber halten kann. Dafür trägt man eben auch 0,5 kg mehr. 

 

Das Material von Hilleberg Rogen 3 fühlt sich sehr gut an. Obwohl z.B. das Außenzelt aus sehr dünnem Material ist, fühlt es sich nicht empfindlich an. Die Verarbeitung sah sehr gut aus. 

 

Zusammengefasst ist das Hilleberg Rogen 3 ein top Zelt, aber reicht es für 5 Sterne?

Ich denke an die fehlenden verstellbaren Schlaufen in den Ecken des Zelts kann ich mich gewöhnen, wie auch das die Zeltunterlage nicht in die Apsiden reicht. Worauf es aber letztendlich ankommt, ist wie es mit Kondensation zurechtkommt (das war ein Schwachpunkt des Exped Orion 3UL) und ob es am Ende für drei Personen (Innenraum plus Apsiden) groß genug ist. Unterm Strich vergebe ich vor dem ersten Einsatz sehr gute 4,5 Sterne von maximal 5 möglichen. Mal sehen, ob das Rogen 3 das Zeug zum 5-Sterne Zelt hat. 


Schwarzwald 2026, das erste Update

Hilleberg Rogen 3
Trekking Camp Seibelseckle im Nationalpark Schwarzwald

Der erste Einsatz meines neuen Hilleberg Rogen 3 war beim Trekking im Nationalpark Schwarzwald. Wir waren 3 Tage / 2 Nächte unterwegs und im ersten Camp (Grimbach) wurde klassisch aufgebaut, im zweiten Camp (Seibelseckle) dann auf einer Holzplattform (siehe Bild), was immer eine Herausforderung ist. 

 

Wie schon im Garten lässt sich das Rogen 3 einfach und schnell aufbauen. Man braucht wenig Zeit, um es aufzustellen und auch das Abspannen geht schneller als man es sich vorstellt. Mir ist es auf Tour sogar besser gelungen als im Garten und der Boden war schön gespannt. 

 

Das Material fühlt sich wie erwartet hochwertig an und vor allem im Zelt fällt das auf. Der Boden wirkt sehr stabil und so alles, was man in die Hand nimmt. Das ist auch meinen beiden kleinen Kindern sofort aufgefallen. Aufgrund einer Hitzewelle hatten wir keine Probleme mit Kondensation. Es ließ sich sehr gut lüften, aber man sieht bei ganz offenen Apsiden von außen doch sehr gut ins Zelt. 

 

Wir hatten die Nemo Eclipse RW mit 64cm und zweit Therm-A-Rest NeoAir Xlite Women mit 51cm nebeneinander ausgelegt, und zwar mit dem Kopf an der breiten Seite des Zelts. Das hat gut gepasst, es hatte zwar keinen extra Platz mehr, aber so blieben die Matten die ganze Nacht an der gleichen Stelle und keines der Kinder rutsche zwischen die Matten. 

 

Das Abbauen geht sogar noch schneller, in weniger als 10 Minuten ist das leere Zelt abgebaut (wenn man das Innenzelt eingehängt lassen kann). Auch das Zusammenlegen und Einpacken geht sehr einfach.  

 

Wenn es etwas anzumerken gibt, dann sind es die nicht verstellbaren Schlaufen an den 4 Ecken des Zelts und das man durch das Netz an den Türen so gut nach innen sehen kann. Wir freuen uns schon auf den Sommer und den Einsatz in Skandinavien. Die 4,5 Sterne sind vorerst bestätigt.