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John Muir Trail (JMT) Ausrüstung und Verpflegung

Hinweis: Werbung da freiwillige Marken-Verlinkung.

Das Ergebnis detaillierter Planung = die gepackten Rucksäcke!
Das Ergebnis detaillierter Planung = die gepackten Rucksäcke!

Etwa 9 Monate vor Tag 1 haben wir angefangen uns Gedanken zur Ausrüstung zu machen. Zuerst haben wir eine Pack- bzw. Checkliste erstellt um festzustellen was wir noch kaufen müssen. Ziel war es so wenig wie möglich neu zu kaufen um nicht nur Kosten zu sparen sondern auch Ausrüstung mitzunehmen mit der wir bereits Erfahrung hatten und auch vertrauen. Immerhin waren es fast drei Wochen Dauereinsatz und das Letzte was man braucht ist Ausrüstung die nicht funktioniert oder kaputt geht.

Etwa um Weihnachten, also ca. 7 Monate vor Tag 1, fingen wir an uns Gedanken zur Verpflegung zu machen.

Weitere detaillierte Informationen zur Ausrüstung bzw. Tipps findet Ihr in einem anderen Bericht: JMT Ausrüstungstipps

Klar war das es keine Überscheidungen bzw. Backups geben sollte. Team Ausrüstung wurde auf beide nach Gewicht verteilt, der Rest wurde individuell besorgt. Somit war jeder selber Verantwortlich wie schwer der Rucksack am Ende wird.

Zur Teamausrüstung zählte  z.B. das Zelt, Kocher und Gaskartuschen, Wasserfilter, Verpflegung, First Aid Kit, und so weiter. Das Ziel am Ende war jedoch pro Person und Rucksack unter 20 kg (inklusive 2 Liter Wasser ) am Trailhead zu bleiben. Bei 10 Tagen bis zur ersten Verpflegungsstation bei MTR war das ein ambitioniertes Ziel. 

Checkliste 1 - Kleidung

Der erste Teil der Checkliste ist fuer die Kleidung und war komplett individuell. Von links nach rechst steht das Kleidungsstück, wie viele Stücke pro Person, Kommentare, das Gewicht pro Teil und dann das Gesamtgewicht wenn es mehrere Teile waren. Diese zwei Spalten beziehen sich rein auf meine Ausrüstung. Unter Stefan, mein Rucksack, steht dann das Gewicht das in den Rucksack kommt. Einige Teile wurden ja getragen und somit vom Gewicht des Rucksacks abgezogen. Mein Bruder hat mir seine Daten zukommen lassen und ich habe es dann unter seinem Namen gelistet, selbe Vorgehensweise wie bei mir nur das ich dort alleine das zu packende Gewicht gelistet habe.

 

Von oben nach unten haben wir die Kleidung kategorisiert in Außenschichten, Unterschichten, Zubehör und was an die Füße kommt. Manche stuften wir als optional ein (siehe in Klammern), alle anderen waren gesetzt. Beispiel für optionale Ausrüstung waren Gaiters und Spikes for Hiking Boots (das sind Krallen bzw. Steighilfen für Schnee und Eis). Je nach Schneelage auf den Pässen wollten wir entscheiden ob sie in den Rucksack kommen oder nicht. Mit fast 700 Gramm eine gewichtige Frage! Am Tag vor der Abfahrt zum Ausgangspunkt haben wir noch einmal die Ranger Station angerufen und dort sagte man uns das alle Pässe Schneefrei wären, somit habe wir sie zurückgelassen. Aus dem selben Grund und der Wettervorhersage der ersten Tage haben wir uns gegen die lange Unterwäsche entschieden, die lange Unterhose würde ich das nächste Mal auf jeden Fall mitnehmen (wie im Bericht JMT Ausrüstungstipps zu lesen ist).

 

Dreckwäsche? Nach der ersten Woche ist alles dreckig, es kommt auf den Grad der Verschmutzung an. Um jedoch Wäsche die gewaschen werden sollte getrennt von "frischer" Wäsche zu halten hatten wir in unseren Kompressionsbeutel für die Kleidung Ziplock Gefrierbeutel für die Dreckwäsche, so kann man alles gut trennen. Wir hatten allgemein so einige Ziplock Beutel dabei um den Müll im Bear Canister unten komprimiert zu sammeln oder um Sachen die nicht naß werden sollten zu schützen. Nicht nur vor möglichem Regen sondern auch um bei mißglückten Bachüberquerungen nicht alles naß zu haben. Sie helfen auch enorm um den Rucksack organisiert zu halten. 

 

Mein Bruder konnte bei der Kleidung punkten da er sich einiges neu gekauft hat. Bei der Ausrüstung war es dann umgekehrt, durch meine vielen Backpacking Trips davor hatte ich schon superleichte Ausrüstung zu Hause.

Tag 5 war ein großer Waschtag!
Tag 5 war ein großer Waschtag!

Es wurde uns schnell klar dass wir vor allem bei der Kleidung

Gewicht sparen können. So haben wir uns entschieden nur jeweils 3 T-Shirts, 3 Paar Socken und 3 Unterhosen mitzunehmen. Wir hatten jeder nur eine lange Hose und als Back-up eine kurze Hose dabei. Am Ende hatten wir immer die lange Hose an, es war doch sehr staubig und hatte zum Teil viele lästige Insekten. Auch der sehr trockenen Luft kann man mit einer langen Hose besser begegnen, man verbraucht so weniger Flüssigkeit.

 

Ich habe dann ein T-Shirt, ein Paar Socken und eine Unterhose als Nachtwäsche beiseite gelegt und hatte somit zwei Sets zum Wandern. Jeden Tag wurde dann gewaschen (ohne Seife, der Natur zuliebe!), die Hose alle vier bis fünf Tage. Mein Bruder entschied sich immer in der frischen Wäsche zu schlafen um diese dann am nächsten Tag weiterzutragen. Beide Strategien haben gut geklappt.

Wir haben uns gegen rein synthetische Sportbekleidung entschieden da diese doch sehr schnell unangenehm riecht. Die T-Shirts waren ein Mischgewebe mit entweder Baumwolle oder Wolle als Grundlage, die Socken hatten einen hohen Anteil an Merinowolle und die Unterhosen waren wieder ein Mischgewebe. Wichtig ware aber früh genug im Camp anzukommen um noch genug Sonne zu haben, auch schnell trocknendes Material braucht eine gewisse Zeit an der Sonne um zu trocknen. 

 

Goldwert sind Schuhe fürs Camp. Nach einem harten langen Tag aus den Wanderschuhen und den Socken zu schlüpfen ist eine Wohltat. Vor allem sollten diese genug Zeit an der Sonne zum Trocknen und Lüften bekommen. Die Camp Schuhe sollten dann schon Sandalen oder leichte Schuhe sein mit denen man sich sicher bewegen kann und auch mal zum (bzw. im=  Wasser laufen oder die Umgebung erkunden kann. Badeschuhe oder Flipflops sind nicht das wahre vor allem bei Bachüberquerungen. Mein Bruder hatte Teva Sandalen dabei.  Ich entschied mich meine Cross-Amphibian Schuhe mitzunehmen, ein leichter stabiler Sneaker der auch fürs Wasser geeignet ist (kommt aus dem Wassersport).

 

 

Hagelkörner nach einem nächtlichen Gewittersturm kurz vor Selden Pass Tag 12.
Hagelkörner nach einem nächtlichen Gewittersturm kurz vor Selden Pass Tag 12.

Es heißt zwar "it never rains in Southern California" jedoch trifft das nicht auf die Sierra Mountains zu. Vor allem Mitte Juli bis Mitte August ist Monsun (so nennen die Einheimischen diese feuchte Periode) und es kann oft zu doch sehr kräftigen Gewitterstürmen kommen. Diese Stürme zeihen schnell auf, sind oft lokal jedoch kommt dabei in kurzer Zeit enorm viel Regen runter, es kann hageln und in höheren Lagen schneien, auch ergiebig sodass man am nächsten Morgen im Schnee wandert bis die Sonne kommt. Wir hatten zwar Glück aber in früheren Touren in diesem Gebiet habe ich so manchen Gewittersturm erlebt. Die Regenausrüstung war somit gesetzt und zwar eine richtig Gute. Wer sich gegen eine Gore-Tex Membran entscheidet sollte die Alternative vorher gut getestet haben. Nass in die Nacht zu gehen ist auf dieser Höhe gefährlich denn es kühlt gerne bis an den Gefrierpunkt ab und das geht sehr schnell nachdem die Sonne hinterm Berg verschwindet. 

Checkliste 2 - Ausrüstung

Der zweite Teil der Checkliste hat mit der Ausrüstung zu tun. Die Einteilung waagerecht ist wie oben. Neu ist das es hier Teile gab die entweder geteilt (wie das Zelt) oder einzelnen zugeteilt wurden. Grün hinterlegt sind die Gegenstände die als Teamausrüstung galten und vom Gewicht gerecht verteilt wurden. Auch hier gibt es ein paar optionale Teile, der Großteil war aber gesetzt.

 

Wichtig ist auf so einer langen Tour im Süden auf der Höhe genug Sonnencreme dabei zu haben, auch Insektenspray sollte ausreichend eingepackt werden. Wir hatten beide Sonnencreme SPF 50 und Deet 30% gegen Insekten dabei. Es gibt Insektenschutz mit höherem Deet Anteil aber das greift das Material der Jacken, Rucksäcke, usw. an (und die Haut erst). Nur die kleinen schwarzen beißenden Fliegen (biting flies) scheinen darauf nicht zu reagieren. Die fliegen im Sturzflug auf einen ein. Mit diesen hatten wir vor allem zwischen MTR und Reds Meadow, Tag 12 bis 14, an einigen Stellen zu tun (Auf- und Abstieg Silver Pass war voll von diesen Biestern). Ein kleines Insektennetz für den Kopf, lange Hose und die Jacke für Ärmel und Hals anziehen helfen da besser als Deet. 

 

Es wird kalt auf dieser Höhe und wenn man tagsüber bei strahlendem Sonnenschein doch eher schwitzt kühlt der Körper in der Ruhephase leicht und schnell ab. Eine gute Jacke für den Abend ist wichtig denn es kühlt je nach höhe und Wasserkörper in der unmittelbaren Nähe bis an den Gefrierpunkt ab. Somit sollten Schlafsäcke dabei sein die ihren Komfortbereich nicht über 10°C haben. Am besten zwischen 2-8°C, den Rest kann man bei Bedarf mit langer Unterwäsche und Socken lösen. Es empfiehlt sich ein Mischfüllung aus Daune und Kunstfaser oder reine Kunstfaser damit man auch im feuchtem Zustand warm bleibt. Die Säcke sollten um 1 kg Gewicht liegen und gut komprimierter sein. Um den Schlafsack "sauber" zu halten sollte ein Liner benutzt werden, auch der gibt noch etwas zusätzliche Wärme. Die Isomatte sollte bequem aber auch warm genug sein. Der Boden auf dieser höhe ist kalt denn die Sommer sind dort kurz. Wir hatten jeder eine Exped Synmat UL 7 M dabei, ich hatte davor eine Therm-A-Rest NeoAir XLite. Beide sind ok, jedoch ist der Schnoozel Pumpbag von Exped besser als die Lösung von Therm-A-Rest. Luftmatten sind leider alle laut wenn man sich nachts bewegt. 

 

Wir hatten drei 1 Liter Flaschen dabei, 2 echte Flaschen und 1 Wasserbeutel. Mehr zur Ausrüstung, vor allem einzelnen ausgesuchten Teilen wie den Rucksack, Zelt und mehr, findet Ihr im Bericht JMT Ausrüstungstipps.

 

Bitte unbedingt wichtige Medikamente mitnehmend und zwar in ausreichenden Mengen. Bei mir waren es vor allem meine Heuschnupfen Medikamente. 

 

Ich liste jetzt nicht jeden Gegenstand mit Marke und Modell, bei Fragen zur Ausrüstung am Besten mit mir Kontakt aufnehmen. Gerne beantworte ich alle Fragen zur Ausrüstung direkt. 

Technische Helfer

MSR MiniWorks EX Wasserfilter im Einsatz
MSR MiniWorks EX Wasserfilter im Einsatz

Ein paar technische Helfer hatten wir natürlich auch dabei:

  • Der MSR MiniWorks EX Wasserfilter ist ein sehr zuverlässiger und stabiler Wasserfilter. Leider ist er etwas langsam und muss oft gereinigt werden. Viele andere Backpacker hatten Systeme von Sawyer dabei. Diese sind leicht und schnell und können sogar unterwegs genutzt werden. Für die Sierras ist die Filterleistung ausreichend, in anderen Gebieten mag das nicht der Fall sein deswegen vorher prüfen.
  • Um unsere Position zu bestimmen oder Tagesetappen anzupassen hatten wir meinen Garmin GPSmap 60CSx dabei. Es gibt bereits neuere Generationen aber diese Modelle sind fast unverwüstlich. Geladen mit der neuesten Kartensoftware und den geplanten Tagesetappen war er unser Backup zu den Karten.
  • Um von Unterwegs Singale zur Positionsbestimmung an die Familie zu senden und im Notfall die Bergrettung zu rufen hatten wir einen spot Satellite Messenger dabei. Man bezahlt einen jährlichen Beitrag um den Service weltweit aufrecht zu erhalten. Mit der Tracking Funktion kann man Signale absetzen welche zu Hause gebliebene auf einer Website einsehen können. Man sieht die Route und den Progress aber vor allem beruhigt es die Familie. Mehr unter findmespot.eu.
  • Über den Jetboil Flash habe ich bereits in einem anderen Report berichtet. Unter JMT Ausrüstungstipps findet man weitere Informationen. Wir kamen mit einer 230 Gramm Kartusche über die Runden, im Yosemite Valley war sie immer noch nicht leer. Wir hatten aber eine Reserve von 100 Gramm dabei. Man sollte auf jeden Fall genug Gas und ein paar Ersatzteile dabei haben! 

Jeder von uns hatte auch sein Handy dabei aber das diente zur Kommunikation vor dem Abmarsch und nach der Ankunft in Yosemite sowie um Panoramaaufnahmen zu machen. Vor dem Abmarsch haben wir alle unnötigen Funktionen ausgeschalten, es auf Low Power Mode gestellt und nur hin und wieder eingeschaltet. So hat die Batterie die ganze Tour gehalten. Andere Backpacker hatten Solar Panels auf dem Rucksack um Handy oder andere technische Helfer wieder aufzuladen. Wir wollten weder Musik hören, noch die GPS Funktion des Handys nutzen noch alle unsere Bilder damit machen. Auch alle anderen elektronischen Helfer waren nur sporadisch an. Somit haben wir und dieses Gewicht gespart. Bilder haben wir mit einer kleinen Point-and-Shoot Digitalkamera gemacht, diese lief mit normalen AA Batterien, Reservebatterien hatten wir dabei. Auch eine digitale Uhr mit Höhenmeter und Barometer war mit von der Partie.

 

Wir waren aber so ausgerüstet das wir am Ende die Tour auch ohne Elektronik geschafft hätten. Karten waren wichtiger als das GPS Unit. Als lebensnotwendige Elektronik sahen wir nur den spot Messenger und unsere Kopflampen an, dafür hatten wir genug Reservebatterien dabei. Die Uhr, welche wir auch als sehr wichtig eingestuft hatten, hatte gerade eine neue Batterie erhalten und sollte mehr als ein Jahr halten. 

Verpflegung - die ersten 10 Tage

Die erste Verpflegungsstation war Muir Trial Ranch (MTR) und somit mußten 10 Tage Verpflegung mit in den Rucksack. Die beiden Verpflegungsstation werden weiter unten getrennt behandelt. Aufgeteilt haben wir den Plan in Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Snacks, warme und kalte Getränke. In grüner Farbe sind Lebensmittel die wir extra mitgenommen haben. Hier sind zum Teil Brands gelistet, REI ist Recreational Equipment Inc., die beste Outdoor Kette die ich kenne.

Das Gewicht hatten wir von den Websites der Hersteller was aber das Nettogewicht ist. Am Ende war es durch die Verpackung etwas schwerer. Wir kamen auf knapp 8 kg und in der Tabelle der Packliste oben wurden 4 kg Verpflegung pro Person gerechnet. 

 

Was wir unterwegs schnell gelernt haben ist das man den Nährwert auch der Abendessen beachten sollte. Obwohl es sich bei allen Abendessen um Menüs namhafter Bergausrüster handelte unterschieden sich die einzelnen Menüs der Hersteller stark im Nährwert. So kann man trotz ähnlichem Gewichts fast 25% Unterschied im Nährwert pro Mahlzeit haben. Auf so einer Tour von Relevanz. 

Wichtig ist aber das es schmeckt und man Abwechslung dabei hat. Gerade bei den Power Bars hat man die Nase schnell voll von ein und dem selben Hersteller. So toll Cliff Bars sind so schnell hat man sie doch satt. Nichts geht dann über einen Snickers zwischendurch. 

Bagels sind klasse, halten aber nicht lange. Dann kommen Flower Tortillas ins Spiel und diese halten lange und schmecken einfach immer super lecker. Pita Brot geht auch trocken aber gerne aus. Baby Bel Käse hält, schmeckt und gibt Energie. 

In grüner Schrift waren zusätzliche Extras welche wir mitgenommen haben. Diese haben wir dann auch alle gebraucht.

 

Es gibt eine Reihe an Bücher und Blogs zum Theme Verpflegung auf Backpacking Touren. Da findet jeder etwas nach seinem Geschmack. Unterwegs trafen wir viele Einheimische die sich Ihre Essen selbst gemacht haben. Selbst getrocknet und für die Tour vorbereitet. Dazu auch mehr im Film den ich als Vorbereitung empfohlen habe (siehe Kapitel zur Vorbereitung auf den JMT). 

Verpflegung MTR und Reds Meadow (Resupply)

Wo man sich unterwegs verpflegen kann findet ihr im Bericht zur Vorbereitung auf den John Muir Trial. Dort findet man auch Informationen wie der Versand stattzufinden hat bzw. Links auf die Websites der Resupply Service Anbieter. Da findet man genaue Anweisungen sowie Formulare die man braucht um den Service in Anspruch zu nehmen und die Eimer dann auch sicher dort vorzufinden wo man sie abholen möchte. Unbedingt vorher lesen und klären. Ich hatte mit allen Anbietern vorher Kontakt und habe mir dann die Ankunft der Eimer bestätigen lassen. Hier geht es nun um den Inhalt dieser Farbeimer. Wir haben uns via dem Internet 5 Gallon lebensmittelechte "Farbeimer" (food grade buckets with lids) bestellt. Dazu Duct Tape (Panzer Tape) um sie sicher zu verschließen. Mit USPS, also der normalen Post, haben wir diese Eimer dann versandt. 

Nun zum Inhalt der Eimer und dem so wichtigen Resupply:

Der Wein vollendete das Abendessen und die m&m's waren eine Wucht!
Der Wein vollendete das Abendessen und die m&m's waren eine Wucht!

Nach dem selben Prinzip die Planung der Resupplies. Zusätzlich zum Nötigen haben wir uns pro Eimer ein paar Goodies eingepackt wie einen kleinen Tetra Pack Rotwein, Trail Mix bzw. Caramel Waffeln, m&m's bzw. Jalapeno Kettle Chips. 

Bei Reds Meadow und im Tuolumne Meadows hatten wir ein spätes Frühstück. Das Frühstück in Reds Meadow im Mule House Cafe war eine Wucht! Das Cafe 60er Jahre Diner Style und die Küche eine Wucht. 

 

Im Eimer für Reds Meadow kam dann noch extra Klopapier, Sonnenschutz, Insektenspray und ein paar First Aid Ersatzteile hinzu. Für den persönlichen Komfort auf der Heimfahrt vom Yosemite Valley ein frisches T-Shirt, eine frische Unterhose und ein paar frische Socken. 

MTR ready to go!
MTR ready to go!
Reds Meadow ready to go!
Reds Meadow ready to go!

Best of the Best!

Jeder hat so seinen eigenen Geschmack und seine Vorlieben, dennoch wollen wir unsere Favoriten hier auflisten. Da wir superleicht unterwegs waren wollten wir beim Essen keine Experimente eingehen und haben uns da auf Tipps sowie Erfahrungswerte verlassen. Nun geben wir unsere Erfahrungen und Tipps weiter:

Morgens stand vor allem Quaker Oatmeal an welches es in Portionsbeutel in verschiedene Geschmacksrichtungen gibt. Einfach heißes Wasser hinzugeben und fertig ist eine warme Mahlzeit. Wir hatten zu Anfang mit 3 Beutel pro Morgen, also 1,5 pro Person, gerechnet. Aus Gewichtsgründen haben wir es dann aber auf 2 (1 pro Person) reduziert. Als Abwechslung gab es Pro Bars.

 

Bagels und Tortillas sind die Grundlage mittags und dazu BabyBel Käse und Jerky oder Salmon. Wir hatten für den Resupply mit BabyBel Käse geplant haben uns aber nicht getraut welchen in den Eimern mitzusenden. Leider konnten wir vor Ort bei MTR keinen bekommen, bei Reds Meadow gibt es ein gut ausgestattetes Geschäft. Tortillas kann man ohne Probleme mitsenden, nicht so Bagels. Tortillas sind aber klasse, ruhig ein paar extra mitsenden. Snickers gehörten meiner Meinung auch in den Resupply, diese schmecken auf Backpack Touren immer super, sind wie ein Nachtisch oder eine Belohnung. 

Re-Supply bei MTR
Re-Supply bei MTR

Backpackers Pantry hat neben Katmandu Curry noch weitere sehr gute Mahlzeiten wie Louisiana Red Beans and Rice, Santa Fee Style Rice and Beans with Chicken und Pesto Pasta with Salmon.

Mountain House hat eine große Auswahl aber wir fanden neben dem Italian Style Pepper Steak vor allem auch Beef Stroganoff with Noodles, Chicken Teriyaki with Rice und Spaghetti Bolognese gut. Als Nachtisch schmeckt Raspberry Crumble genial welches ich als Überraschung in den Reds Meadow Eimer gepackt hatte. Bei MTR hatten Fellow Hikers zwei Packungen Scrambled Eggs with Bacon zurückgelassen. Was für ein Luxus das am nächsten Morgen war.

 

Nuun Tabletten schmecken sehr gut und wirken. Wir hatten nur wenige Nuun Energy mit Koffein Tabletten dabei (Koffein haben wir uns via Starbucks Kaffee geholt). Morgens haben wir immer eine Flasche mit Nuun und eine mit Wasser vorbereitet. Je nach Anstrengung wurde entweder nur Wasser nachgefüllt (gefiltert natürlich) oder weitere Nuun Tabletten hinzugefügt. Die haben am Ende Gewicht und brauche Platz, somit haben wir versucht sparsam damit zu planen und umzugehen.  

 

Am Ende hatten wir nur ein paar Cliff Power Bars übrig, alles andere war gegessen. Wir waren Abends zum Schlafen gehen nicht wirklich hungrig hätten aber mehr essen können. Wir haben uns auch immer an den Plan gehalten und diszipliniert die Tagesrationen gegessen. Es hat gereicht und etwas Puffer hatten wir immer dabei.

Bei MTR haben wir die zurückgelassenen Vorräte andere Hiker genutzt um uns die Bäuche voll zuschlagen. Das hat uns ein Hiker am Muir Pass empfohlen und er sollte Recht behalten, am nächsten Tag haben wir uns toll gefühlt.