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John Muir Trial (JMT) Ausrüstungstipps

Hinweis: Werbung da freiwillige Marken-Verlinkung.

Optionale Ausrüstung die nicht fehlen sollte

Jedes Gramm zählt und bis zum Tag der Abfahrt Richtung Lone Pine haben wir unsere Rucksäcke auf weniger Gewicht getrimmt. Wo es nur ging haben wir Sachen im Haus unserer Freunde zurück gelassen. Von meinen vielen zwar kürzeren Backpacking Trips davor wußte ich aber das kleiner Luxus einen großen Unterschied machen kann. Hier ein paar optionale Gegenstände die ich nicht zurück gelassen habe und froh war mich so entschieden zu haben.

Das Sea to Summit Aeros Pillow Ultralight war ein echter Segen. Es ist ist super bequem und man schläft sehr gut mit diesem Kissen. Es ist ultraleicht und super klein und jeden Cent bzw. extra Gramm wert. 

Mehr Informationen findet man hier.

Ohne den Tagesrucksack Exped Cloudburst 15 gehe ich auf keine solche Tour mehr. Ob für den Aufstieg auf den Mount Whitney, kleine Abendausflüge oder einfach den Weg vom Camp zum Baden am See, der Cloudburst war immer dabei. Er ist super leicht und nimmt kaum Platz weg ist jedoch groß genug um alles für den Tag oder Abend aufzunehmen. Mehr Informationen findet man hier.

Long Johns

Man denkt bei der Planung viel über die Kleidung nach und was man nicht mitnimmt. Lange Unterhosen stehen da oft nur auf der optionalen Liste. Was auf keinen Fall fehlen sollte ist eben genau so ein paar langer Unterhosen. Gerade die ersten Tage friert man Nachts  bis man sich an die Gegebenheiten gewöhnt hat. Für den Oberkörper hat man viele Schichten dabei, die Beine nicht vergessen!

Der Exped Schnozzel Pumpbag UL M war der perfekte Begleiter für meine Exped SynMat UL 7 M Luftmatte. Mit ein paar Handgriffen war die Matte voll und gebrauchsfertig ohne das man die Lungen strapazieren mußte, und Feuchtigkeit kam auch keine in die Matte. Mehr Informationen findet man hier.

Wir hatten lange diskutiert ob wir eine dritte 1 Liter Flasche mitnehmen sollten oder nicht. Ich wollte keine traditionelle Flasche die nicht nur extra Gewicht mit sich bringt sondern wertvollen Platz verbraucht. So habe ich mich für die Vapur 1,0 L Element Trinkflasche entschieden. Aufgerollt im Rucksack nimmt sie kaum Platz Weg und das Gewicht ist nicht der Rede wert. Gefüllt spendet Sie aber einen wichtigen Beitrag für lange Etappen mit wenigen Wasserstellen. Mehr Informationen findet man hier.


Small Lake, Tag 5
Small Lake, Tag 5

Die top 5 optionalen Gegenständen die ich jedem empfehle der den John Muir Trail trekken will sind:

  1. Ein super leichtes Luftkissen
  2. Ein Pump Sack für die Luftmatte
  3. Einen superleichten Tagesrucksack
  4. Eine extra Wasserflasche um auf 3 Liter zu kommen die am besten falt- oder rollbar ist
  5. Ein Paar lange Unterhosen für die kalten Nächte

Ein Glücksbringer oder Maskottchen sollte nicht fehlen. Mein Sohn gab mir seinen Sorgenfresser mit auf den Weg damit ich meine Sorgen aufschreiben und in den Sorgenfresser stecken kann. Laut meinem Sohn vergehen somit alle Sorgen. Das habe ich dann auch gemacht und wenn es mir nicht so gut ging es auf einen kleinen Zettel geschrieben, in den Sorgenfresser gesteckt und ihn unters Kopfkissen gelegt. Dann ging es mir am nächsten Tag oft besser. Meine Tochter hat mir einen Brief geschrieben. Somit hatte ich immer etwas persönliches dabei.


Ausrüstung mit der ich sehr zufrieden war

Auf einem Teil der Ausrüstung lastete viel Gewicht denn man hat sie fast täglich gebraucht. Ein Versagen wäre ärgerlich gewesen und deswegen habe ich mich entweder auf bewährtes verlassen oder mich vor dem Kauf genau informiert. Wie es der Zufall so wollte waren viele meiner Favoriten alte bekannte Teile die ich davor bereits mehrmals genutzt habe, mit zwei Ausnahmen. Diesen Teil widme ich diesen zuverlässigen Gegenständen die ich jederzeit wieder auf so eine Tour mitnehmen würde.

Big Agnes Copper Spur UL 2 Zelt

Ich hatte das Copper Spur UL 2 bereits mehrmals in Kalifornien im Einsatz, jedoch immer nur für 3-4 Tagestouren. Dort hat es Regen, Gewitter mit Hagel, Starkregen und Sturm ohne Probleme überstanden. Somit war klar, ich werde es mit auf den JMT nehmen.

 

Das Gewicht inklusive originalem Footprint, MSR Groundhog Zeltheringe und der Sturmabspannung lag bei 1,970 kg. Die originalen Zeltheringe sind zwar leichter aber nicht so stabil wie die MSR Groundhog Haken, auch sind diese für unterschiedliche Böden geeignet. Es ist super leicht aufzubauen und genauso schnell wieder abgebaut. Auch eine Person kann es ohne Probleme aufbauen. Trotz des dünnen Materials hatten wir keinerlei Probleme. Wir haben es im Zuge dieser Tour 18 mal auf- und wieder abgebaut. 

 

Es bietet für zwei Personen ausreichend Platz. Etwas Ausrüstung kann mit ins Zelt, da wir aber im Bärengebiet unterwegs waren, und das meiste sowieso außerhalb bleiben musste, war das keine Problem. Kopfraum ist ok und wenn sich einer nach dem anderen Umzieht klappt das auch. Big Agnes bietet tolle Zelte und Lösungen in verschiedenen Größen an. Für den JMT empfehle ich aber keine zu großen Zelte zu nutzen denn einen geeigneten Stellplatz zu finden kann schnell zum Problem werden. Drei Personen Zelte sollten noch ok sein, bei vier empfiehlt es sich zwei Zwei Personen Zelte zu nutzen. 

 

Alternative kann ich das Nemo Dagger Zelt oder das MSR Hubba Hubba empfehlen. Beide haben sich oft bewährt. Nemo bietet mehr Platz und viele clevere Details im Vergleich zu vergleichbaren Big Agnes und MSR Zelten. Das MSR ist auch für Schlechtwetterregionen geeignet aber das schwerste der Drei.

Wild-Ideas Bearikade The Weekender

Nachschub fassen bei MTR, Tag 11
Nachschub fassen bei MTR, Tag 11

Ich hatte Bearikade Bear Canister bereits bei Touren in den U.S.A. im Einsatz. Sie sind super leicht, haben gerade Wände und eine große Öffnung. The Weekender hat mit 10,65 Liter Volumen gerade einmal 880 Gramm. Hergestellt  aus Carbon Fiber im Sandwich System sind sie nicht nur super leicht sondern auch extrem stabil. Man kann darauf sitzen und hat somit seinen Stuhl immer dabei. Bearikade kann man beim Hersteller ausleihen. Wild-Ideas bietet verschieden Größen an, man kann sich sogar einen bauen lassen. Für Through-Hiker gibt es einen Discount.

 

Wir haben uns zwei The Weekender ausgeliehen, von der Größe für die ersten 10 Tage an der knappen Seite  jedoch hatten wir die ersten drei Camps so geplant das Bear Locker vorhanden waren und wir so nicht alles in den Bear Canister unterbringen mußten. 

 

Wild-Ideas bietet nun ganz neu den etwas größeren The Blazer an, ich denke dieser wäre genau richtig für die Tour. Er bietet 1,5 Liter mehr Inhalt bei gerade einmal 60 Gramm mehr Gewicht!

Jetboil Flash Gaskoch

Le Conte Canyon, Tag 8
Le Conte Canyon, Tag 8

Mein Jetboil Flash ist seit über 10 Jahren mein treuer Begleiter auf Backpacking Trips. Ich denke 1.000 Kilometer habe ich ihn bereits getragen und unzählige Male damit Wasser gekocht. Bisher ohne jeglicher Störung oder Problem.

Es ware keine Frage, auf dem JMT werde ich meinen Jetboil mitnehmen. Verbraucht haben wir die 19 Tage gerade einmal eine 230g Kartusche obwohl er jeden Morgen und Abend im Einsatz war. Wir hatten eine 100g Kartusche extra dabei die wir aber nicht gebraucht haben. 

Wenn es nicht sehr hoch hinaus geht oder extrem kalt wird ist das Jetboil Flash System perfekt. 

Es gibt viele unterschiedliche Varianten und Lösungen von Jetboil

Ohne meinen Jetboil gehe ich auf keine Trekking Tour!

Smartwool PhD Outdoor Light Crew Socks

Wenn ich einen Fehler gemacht habe dann war es die Auswahl meiner Socken. Ich habe mich für Hanwag Alpine Socken mit 40% Merino Wolle entschieden welche bei meinen Touren das Jahr davor perfekt gepasst haben. Ich habe aber unterschätzt das meine Füße im Vergleich zu den Alpen in Kalifornien  leicht anschwellen und es in meinem Hanwag Ancash GTX in Verbindung mit den dickeren Hanwag Alpine Socken  zu eng wird.  Das Ergebnis waren Blasen an und zwischen den Zehen obwohl ich in meinem Leben noch nie Blasen hatte. Mein Bruder hatte Smartwool PhD Outdoor Light Crew Socken dabei die sichtlich und spürbar dünner waren, auch haben sie im Gegensatz zu den Hanwag nicht gefusselt. Mit 56% Merino Wolle waren sie sehr angenehm zu tragen. Mein Bruder hat mir eines seiner Paare abgetreten und ich bin den gesamten Rest des JMT mit diesem einen Paar durchgelaufen. Die Socken waren so gut das bis zum Ende fast alle meine Blasen wieder verheilt waren. Heute habe ich eine Anzahl an Smartwool Socken im Schrank und nicht nur für mich sondern auch für meine Frau und alle meine Kinder. 

Um genug Platz zu haben empfehle ich bei Schuhen die für den JMT gedacht sind lieber eine 1/2 Nummer größer oder eine Wide Version zu kaufen. Bei den Socken kann ich nur Smartwool empfehlen und dort nicht zu dicke Socken wählen. Die Socken vorher unbedingt mehrmals Waschen damit es keine Fussel Bildung mehr gibt, jedoch muß ich sagen hatte ich dieses Problem nicht eimal bei neuen Smartwool Socken. 

Was habe ich mit den Blasen gemacht? Jeden Tag gereinigt, mit Wundheilsalbe behandelt und mit Pflaster und darüber Tape abgeklebt. Niemals ohne ausreichend Erste Hilfe Zubehör und vor allem Tape losziehen! 

Osprey Xenith 75

Abstieg vom Forester Pass, Tag 5
Abstieg vom Forester Pass, Tag 5

Mein geliebter Deuter Act Lite 65 war nach vielen Backpacking Touren in die Jahre gekommen. Ich war mir nicht sicher ob er so eine Tour wie den JMT durchhalten würde. Somit stand ich vor der schweren Entscheidung für einen neuen Rucksack. Das war sicherlich eine der schwerwiegendsten Entscheidungen die ich zu treffen hatte. In der engeren Auswahl standen ein neuer Deuter aber dieses Mal der AirContact 75+10, Osprey Aether 70, Osprey Xenith 75 und der Gregory Baltoro 75. Am Ende habe ich mich nach vielen Anproben, Recherchen und langem hin und her für den Osprey Xenith 75 entschieden. Mein Bruder hat sich den Gregory Baltoro 75 gekauft.

Ich muß sagen das der Rucksack perfekt saß und ich die bis zu 20 kg ohne Probleme tragen konnte. Er war groß genug um den Bearikade The Weekender aufzunehmen und variable genug um alles gut zu verstauen. Nie mußte ich etwas außen am Rucksack befestigen.

Der Rucksack ist leicht hat aber nicht viele extra Fächer  (was eben Gewicht spart). Klasse sind die Flaschenhalterungen an den Seiten, die Flaschen sind immer erreichbar. Gepolstert ist der Deuter und auch der Gregory besser, auch haben Sie viel mehr kleine Fächer aber beide sind deutlich schwerer. 

Das einzige Manko ist der abnehmbare Deckel für Tagestouren. Dieser ist nicht wirklich praktisch und durch die Gurte fehlt die Innentasche am Deckel. Ich hatte ja den Exped Cloudburst 15 dabei und eine Deckelinnentasche ist gerade für die Kleinigkeiten extrem wichtig. Ich fand das keine gute Lösung, aber ansonsten war der Osprey Xenith 75 Top!

Marmot ROM Softshell Jacke

Wanda Lake, Tag 9
Wanda Lake, Tag 9

Mein Marmot ROM Softshell Jacke hatte ich das erste Mal im Sommer 2014 auf dem Lasörling Höhenweg im Einsatz. Da uns dieser zu kurz war ging es weiter auf die andere Talseite bis hinauf zum Defregger Haus am Rande des Großvenediger Gletschereinstiegs. Wir hatten Sonnenschein, Regen und Schnee und der Weg brachte uns auch auf über 3.000 Meter. Auf dieser Tour habe ich die ROM zu lieben und schätzen gelernt. Sie ist eine echte technische Jacke und solange man in Bewegung bleibt echt genial. Das war aber auch der Punkt der mir bei der Ausrüstungswahl beim JMT etwas Sorge bereitet hatte. Es kühlt abends sehr schnell ab und nach einem heißen und anstrengenden Tag reicht die ROM Jacke nicht ganz aus. Deswegen haben viele JMT Hiker eine dünne Daunen- oder Primaloft Jacke dabei. Ich habe mich dennoch für meine ROM entschieden und einem technischen Pullover wenn es doch zu kalt wird. Den Pullover habe ich dann auch ein paar Mal gebraucht. Am Ende war die Marmot ROM Jacke die perfekte Wahl für den JMT. Mit dem Zwiebelprinzip war mir auch nie kalt. Meine Familie hat mir nach dem JMT, als Belohnung, eine The North Face Thermoball Jacke gekauft. Auch ein geniales Teil! Meine Marmot ROM Jacke ist auch diesen Sommer wieder auf Touren dabei und sollte ich den JMT noch einmal gehen ist sie gesetzt, vielleicht kommt dann die Thermoball Jacke zusätzlich mit.

Leki Makalu Trekking Stöcke

Evolution Creek Querung, Tag 10
Evolution Creek Querung, Tag 10

Mindestens genauso lange wie ich meinen Jetboil Flash besitze nutze ich auch meine Leki Makalu Trekking Stöcke. Im Gegensatz zum Jetboil hatte ich die Stöcke weit öfters im Einsatz, auch bei schwierigen Tagestouren vor allem wenn ich meine Kinder in einer Rückentrage dabei hatte und auf Hüttentouren in den Alpen. Die Kilometerzahl liegt somit weit über jener des Jetboil.

Unersetzlich sind Trekkingstöcke auf dem John Muir Trail. Das hohe Gewicht des Rucksacks, das steinige Gelände, das steile und andauernde Auf- und Ab sowie die Wasserquerungen werden weit sicherer und sind besser zu meistern wenn man Stöcke benutzt.

Meine Leki Makalu Trekkingstöcke sind seit langem treue und zuverlässige Begleiter.

 

 

 

Soweit die Tipps zur Ausrüstung. Was wir alles dabei hatten, also die gesamte Checkliste, wird in einem eigenen Report behandelt: JMT Ausrüstung und Verpflegung