· 

Vorbereitung auf den John Muir Trail (JMT)

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung. 

Der John Muir Trail (JMT) ist einer der schönsten Weitwanderwege der Welt. Er führt weit ab der Zivilisation durch drei Nationalparks und zwei Wilderness Areas in Kalifornien traditional vom Yosemite Valley auf den Gipfel des Mount Whitney.

 

Während meiner Zeit in Kalifornien habe ich viele mehrtägige Treks in diesem Gebiet unternommen und bin somit immer wieder auf den JMT gestoßen. Dabei habe ich mir das Ziel gesetzt ihn eines Tages zu trekken. 2016 war es dann soweit, mein Bruder und ich sind 370 km durch die Wildnis Kaliforniens auf den Spuren John Muirs gewandert. Wir haben uns entschieden ihn vom Süden nach Norden, also in entgegengesetzter Richtung, zu gehen  und auch etwas weiter südlicher zu beginnen. Wir haben uns 19 Tage gegeben um bis ins Yosemite Valley zu kommen. 

Es gibt viel zu erzählen! Anfangen werde ich mit den Vorbereitungen auf den JMT gefolgt von der Routenplanung, der Ausrüstung und zu guter Letzt dem eigentlichen Trek.

Die kommenden Wochen und Monate werde ich viel über das Thema John Muir Trail bloggen, einfach immer wieder vorbeischauen, es lohnt sich.

Wie John Muir zu sagen pflegte: “The Mountains are calling and I must go"


Grundlegende Entscheidungen

Nachdem wir uns für Juli/August 2016 und 3 Wochen Zeit für den Trip  entschieden hatten mußte die grundlegende Frage, in welcher Richtung wir gehen wollen, entschieden werden. Die meisten folgen dem Nord-Süd Verlauf, von Yosemite zum Mount Whitney, wie er auch in der Literatur beschrieben wird. 

 

Wir wollten aber den John Muir Trial im wunderbaren Yosemite Valley beenden, gegen den Strom laufen um viele neuen Menschen zu treffen und haben uns deswegen für Süden nach Norden, also vom Mount Whitney ins Yosemite Valley, entschieden. Unter JMT Hikern nennt man das Northbound (NoBo) und gilt als die härtere Variante. 

 

Um nicht gleich auf den Mount Whitney zu müssen haben wir entschieden zwei Wandertage weiter südlich zu beginnen. Trailhead für uns war somit Horseshoe Meadow via Cottonwood Pass. Somit mussten wir das Permit nicht im überlaufenen Yosemite National Park (20% Erfolgsquote!) sondern via der Inyo National Forest Agency beantragen. Weit weniger beginnen den JMT hier somit bekommt dann die Permits einfacher. 

 

Informationen zum Trailhead und den Permits findet man auf der Website des Inyo National Forest und Permits außerhalb des Yosemite Valley beantragt man meistens via Recreation.gov, will man NoBo von Horseshoe Meadow aus losgehen dann via diesem Link zur entsprechenden Subseite auf recreation.gov.

Für den Antrag, den man on-line stellt, sollte man die Route ungefähr kennen. Man kann danach Anpassungen zu den Übernachtungen (wo man zu zelten plant) vornehmen aber nicht zum Datum und der Personenzahl. Die Kosten sind gering (man braucht eine Kreditkarte) jedoch wenn die Quota voll ist gibt es nur die Alternative einen anderen Tag oder einen andern Trailhead zu wählen. Auch da empfiehlt es sich früh das Permit zu beantragen (normalerweise kann man das maximal 6 Monate vor dem Einstieg machen).

 

Informationen allgemein über den John Muir Trial findet man:

Beide Seiten fand ich sehr hilfreich. 

 

Somit hatten wir grundlegende Fragen geklärt:

  1. Termin - Start am Trailhead am Montag den 18. Juli bis Freitag 5. August = 19 Tage total (17 Tage für den  JMT)
  2. Northbound von Mount Whitney ins Yosemite Valley 
  3. Trailhead - Cottonwood Pass Trial, Horseshoe Meadow
  4. Trail Exit - Happy Isle, Yosemite Valley
  5. Permit für den JMT im Inyo National Forest via Recreation.gov

Logistische Fragen

Da der Zeitrahmen für den JMT nun klar war ging es um das Drumherum, also die Logistik. 

Wir wollten ein paar Tage vorher in Südkalifornien anreisen um etwas zu akklimatisieren und die letzten Besorgungen zu erledigen. Für den Mittwoch davor buchten wir unsere Flüge nach Los Angeles um bei Freunden in San Diego die letzten Vorbereitungen zu treffen. Somit hatten wir drei ganze Tage Zeit bevor es am Sonntag dann nach Lone Pine gehen sollte. Für den Samstag nach Ankunft im Yosemite Valley, am 6. August,  planten wir die Rückfahrt nach San Diego. 

 

An- und Abreise:

Nach Ankunft in LAX haben wir uns für ein Mietauto entschieden welches wir am Sonntag, dem Tag vor dem Abmarsch, in Mammoth Lakes abgeben sollten. In 2016 hatte nur Hertz diese Option im Angebot, früh gebucht konnten wir einen Hammer Deal landen. Somit waren wir mobil von Ankunft bis den Tag vor dem Abmarsch. 

Um von Mammoth zurück nach Lone Pine zu gelangen und am nächsten Morgen dann zum Trailhead haben wir uns für einen Backpacker Taxiservice entschieden. Wir haben beide Transporte via East Side Sierra Shuttle organisiert. Nicht ganz billig aber alles hat super geklappt und der Fahrer war genial. Wenn man unter der Woche startet, dann kann man auch den Bus der Eastern Sierra Transit von Mammoth Lakes nach Lone Pine nehmen was günstiger aber weniger flexibel ist. 

Zurück ging es mit dem YARTS Bus vom Yosemite Valley bis zum Flughafen nach Fresno wo wir dann wieder ein Mietauto gemietet hatten (da gibt es mehrere Optionen, einfach checken) um nach San Diego zurück zu fahren.  

 

Unterkunft vor und nach dem JMT:

Wir wollten früh morgens am Montag los und sind deswegen den Tag davor nach Lone Pine gefahren. Übernachtet haben wir im alten aber ehrwürdigen Dow Villa Motel mit Blick auf den Mount Whitney. Dort hat schon John Wayne übernachtet. Wir hatten Zeit und konnten die näherer Umgebung erkunden sowie ein letztes Mahl vor dem JMT genießen. 

Im Yosemite Valley haben wir uns für das alte Curry Village, nun Half Dome Village genannt, entschieden. Es ist sehr ratsam diese Reservierung sehr zeitig zu machen denn im Sommer ist das Yosemite Valley oft Monate im voraus komplett ausgebucht. Die Übernachtung im Curry Village habe ich ein Jahr im voraus gemacht!

 

Permit:

Mit der Reservierung des Permits bekommt man nur eine Bestätigung, das Permit selber muß man persönlich, frühestens den Tag vor dem Einstieg, abholen. Wir haben uns für den Eastern Sierra Visitor Center in Lone Pine entschieden. Da wir am Tag davor anreisen wollten ging das einher mit dem Abholen des Permits. Bitte Zeit einplanen, man muß Fragen beantworten und bekommt noch wichtige Regeln mit auf den Weg. Es kann gut eine Stunde dauern bis man das Permit endlich in den Händen hält.

Die Monate und Wochen vor der Abreise hatte ich immer wieder Kontakt mit Rangers zum Thema Schneelage, Wegzustand, Wasserstand der Bäche sowie ob die Pässe frei sind oder nicht. Die ersten Fragen habe ich via der Inyo National Forest Website gestellt, danach direkt mit der Ringerin die auf die erste Anfrage geantwortet hatte. Dieser direkte Kontakt war sehr hilfreich in den letzten Woche der Vorbereitungsphase. 

Folgendes war nun klar und organisiert:

  1. Flug LAX
  2. Mietwagen One-way von LAX nach Mammoth Lakes
  3. Permit abholen in der Ranger Station in Lone Pine am Tag vor dem Einstieg
  4. Transport von Mammoth Lakes zurück nach Lone Pine
  5. Unterkunft in Lone Pine
  6. Transport von Lone Pine zum Trailhead
  7. Unterkunft im Yosemite Valley
  8. Transport vom Yosemite Valley nach Fresno Airport und weiter mit dem Mietwagen

Literatur, Karten und Software

Hinweis: Werbung da freiwillige Marken-Verlinkung.

Auf dem Trek haben wir uns mit Speedhikern unterhalten welche dieses Buch dabei hatten. Der John Muir Trail Pocket Atlas der Blackwoods Press ist super. Ich besitze bereits einen und dieser ist das nächste Mal am JMT mit Sicherheit dabei. 

Schon Jahre vor der Entscheidung den JMT zu trecken hatte ich mir dieses Buch gekauft. Trekking The John Muir Trail von Cicerone kann ich zum Einlesen auf den JMT nur empfehlen, es ist nicht nur informativ sondern sehr interessant und unterhaltsam. 

Der National Geographic John Muir Trail Topographic Map Guide war in der Planungsphase wichtig und wir hatten es auch auf der Tour dabei. Es sind nicht nur Zeltplätze vorgeschlagen sondern auch Wasserstellen und andere wichtige Informationen eingezeichnet. Die Größe ist perfekt und das Material ausdauernd. 

Der John Muir Trail Map Pack von Tom Harrison ist sehr detailliert und super in der Vorbereitungsphase. Man kann damit sehr gut die Tagesetappen ausloten und planen. Gemeinsam mit den Tipps in den anderen erwähnten Literaturen und Karten ein tolles Planungstool. 


Da ich einen Garmin GPS 60CSx besitze habe ich mich für Basecamp von Garmin als Planungssoftware entschieden. Damit habe ich alle Etappen geplant, ins GPS hochgeladen und als Karten ausgedruckt. Dazu mußte ich mir aber die nötige Software/Karte von Garmin kaufen und zwar Top U.S. 24K West für den Computer wie auch den GPS.

Am Ende ist die Detailplanung eine Orientierung, man sollte auf jeden Fall etwas Flexibilität einplanen um sich Gegebenheiten anpassen zu können. So habe ich schon zwei Varianten von Anfang an geplant da wir wußten das gerade die erste Woche sehr hart werden wird (Northbound ist härter als im Yosemite zu beginnen). 

Den Film Mile & A Half habe ich mir interessehalber angesehen. Er zeigt was auf einem zukommt ist aber für die eigentliche Planung nicht wirklich hilfreich.   

Meine vielen Treks im Gebiet davor waren die beste Vorbereitung auf den JMT, hat man aber diese Möglichkeiten nicht ist der Film ein Weg um sich ein Bild zu machen. Man sollte den JMT auf keinen Fall unterschätzen was vor allem Europäer gerne machen. Wandern in den Sierras ist nicht wirklich mit den Bedingungen in den Alpen zu vergleichen. 



Nachschub

Wichtig ist es sich relativ schnell um den Versorgungsnachschub zu kümmern. Es gibt da mehrere Möglichkeiten aber wir haben uns für zwei entschieden:

  1. Muir Trail Ranch (MTR genannt) 
  2. Reds Meadow 

Der Weg von Horseshoe Meadow bis MTR ist 10 - 11 Tage lang und man muß somit viel Verpflegung mitnehmen. Sollte ich den JMT wieder gehen würde ich via Kearsarge Pass einen Mule Resupply planen. Das liegt ca. auf dem halben Weg vom Meadow nach MTR. Weitere Möglichkeiten findet Ihr hier. So würde die Versorgung beim nächsten Mal aussehen:

  1. Kearsarge Pass: Abholen bei der Onion Valley Pack Station oder Mule Supply von dort an den Trail (siehe unten)
  2. Muir Trail Ranch  
  3. Reds Meadow 

In Eimer verpackt haben wir den Nachschub an die beiden stellen gesandt (2 Monate im Voraus). Bitte unbedingt die Regeln der Resupply Stellen auf deren Website beachten! Da ich geschäftlich in Kalifornien war konnte ich mich persönlich darum kümmern. Ansonsten wird es zu einer echten Herausforderung, vor allem wenn man MTR nutzen will. Es gibt aber Möglichkeiten alles von Europa aus zu organisieren wie mit Trail Supply Co. oder Zero Day Resupply

Wenn man es kurz vor dem Abmarsch macht sollte man unbedingt die Laufzeiten beachten, das kann bei abgelegenen Stellen Wochen dauern (wie bei der Muir Trial Ranch). Kosten für den Service bei MTR und Reds Meadow sind überschaubar, ein Mule Resupply kostet richtig Geld. 

 

Achtung: Seit 2020 darf man den JMT (und andere Trails)  im Inyo National Forest nicht mehr verlassen um z.B. Nachschub in einer Ortschaft zu besorgen oder einen Resttag zu machen. Laut Inyo National Forest würde man für die Rückkehr zum JMT ein neues Permit von eben dem Trial Head brauchen über den man zurück kommt und das genau für den entsprechenden Tag. Es ist nicht klar ob es eine 24h Ausnahme für Resupply gibt, das sollte man vorher unbedingt mit dem Forest Service checken. 

 

Kearsarge Pass Resupply:

Zur Zeit (kann sich ändern da die Lizenz in Abständen neu vergeben wird) kann man den Mule Resupply oder das Lagern des Nachschubs in der Union Valley Pack Station bei Sequoia Kings Pack Trains (auch bekannt als Berner's Pack) buchen. Links das Formular das wir von Dee erhalten haben. 

Es gibt eine Reihe an Telefonnummer und zwei Email Adressen:

Danica (Dee) Radulovich Berner

Sequoia Kings Pack Trains

Hdqtrs Kearsarge Pass trailhead

Onion Valley

Independence

PO Box 209

CA 93526

+1-760-387 2797 office

+1-760-920 1232 mobile

bernerspack@yahoo.com

pinecreekps@aol.com

 

Man braucht Geduld, Dee und Ihr Team sind nicht immer leicht zu erreichen was oft daran liegt das Sie unterwegs sind. Wir haben Dee aber nach mehrmaligen Versuchen via Email und Mobile erreicht. Diese schwere Erreichbarkeit kann man in viele Blogs lesen, der Supply selber lief bei uns aber reibungslos. 


Plant man vom JMT via Kearsarge Pass nach Orion Valley zu wandern, um dort den Resupply selber zu holen, sollte man einen extra Tag einplanen. Entweder man übernachtet in Orion Valley und geht am nächsten Tag zurück zum JMT oder man macht es an einem Tag. Ist man zu zweit unterwegs kann einer mit der Ausrüstung im Camp am JMT bleiben und die andere Person marschiert in einem Tag nach Orion Valley und zurück. Ist eine gute Möglichkeit um jemanden der nicht so in Form ist einen Rasttag zu gewähren während der fitere den Resupply macht. Müll mitnehmen nicht vergessen!

 

Alternativ zu Kings Pack Trains via Kearsarge Pass kann man den Mule Re-Supply Service der Cedar Grove Pack Station im Kings Canyon National Park in Anspruch nehmen. Diese bieten an entweder zum Vidette Meadow (bei Bubbs Creek) oder vor der Hängebrücke an Woods Creek zu kommen. Diese haben, via Facebook, sehr schnell geantwortet waren aber deutlich teurer. 


Abfall, Klopapier und Co.

Aller Abfall muß wieder mit, es darf nichts zurückgelassen, vergraben oder gar verbrannt werden. Neben allgemeinem Müll betrifft das auch gebrauchten Taschentüchern und das benutzte Klopapier muß mitgenommen und entsorgt werden. 

  • Für den Müll hatten wir extra Toppits (oder Ziplock in den USA) Beutel dabei. Und zwar die dickeren mit dem Druckverschluß (nicht mit dem Schiebeverschluß). Aller Müll kam in solche Beutel und diese komprimiert immer auf den Boden des Bearcontainer (somit war es aus dem Weg). Da wir einige Lebensmittel in solchen Beutel hatten mußten wir nur ein paar extra mitnehmen. 
  • Für das benutze Klopapier haben wir pro Person für die ganze Tour drei Wochenbeutel vorbereitet. Ein Wochenbeutel war ein großer 3 Liter Toppits (oder Ziplock) Beutel mit zwei kleineren dieser Beutel in die wir je 2 Teelöffel Baking Soda (Arm Hammer in den USA) getan haben. Das Baking Soda verhindert Geruchsbildung. Alternativ kann man auch Chlorpulver nutzen. Klopapier nach Gebrauch in den Beutel und kurz schütteln damit das Baking Soda sich gut verteilt. Nach zwei bis dreimaligen Gebrauch den zweiten Beutel anfangen. Beide kleine Beutel sind aus hygienischen Gründen immer im großen Beutel. Ein Wochenbeutel war pro Person von Anfang an dabei, der Rest kam dann zum Resupply dazu, so hatte man nach etwas einer Woche immer ein neues Set. Wir hatten immer Desinfektionsgel für die Hände dabei. 

Müll inklusive des Klopapiers kann man an den Resupply Stationen entsorgen. Achtung, es wird auch kontrolliert. 2016 wurden wir sogar drei Mal von Ranger nach dem Permit und unserem Müll gefragt. Auch andere Fragen werden gestellt so es lohnt sich auf jeden Fall die Regeln zu lesen  und zu befolgen. 

 

Seife hat in den Creeks and Lakes nichts zu suchen und ist auch verboten (egal ob biologisch oder nicht). Man kann jedoch einen Behälter (wie einen dichten Bearcontainer, größeren Topf oder Toppitsbeutel) füllen und sich dann mit dem Wasser darin auch mit Seife waschen (und sogar Wäsche waschen) solange das Wasser den Regeln entsprechend entsorgt wird (vergraben und mit genügend Abstand zu Gewässer aller Art). Da bitte unbedingt biologisch abbaubare Produkte nutzen und es nicht zu oft machen. Manche haben ihren BearVault Bearcontainer mit warmen Wasser und etwas Seife gefüllt um sich zu waschen. Danach haben sie im selben Wasser Wäsche gewaschen. Das geht mit diesen Bearcontainern da sie dicht sind, Bearikade von Wild Ideas, welche wir genutzt haben, sind nicht wasserdicht. 


Training

Da ich regelmäßig Laufe habe ich mein Programm nur etwas angepasst. Anstelle eine Winterpause zu machen bin ich den Winter davor durchgelaufen. Mein Ziel war es 20 km pro Woche zu laufen, erst 4 Monate vor dem Trek habe ich die Distanzen verlängert und bin öfters in der Woche gelaufen. Um die langen harten Tage zu simulieren bin ich bis zu 1/2 Marathon Strecken gelaufen, wenn ging mit Steigung. Ich habe aber an keinen Wettkämpfen teilgenommen, mir ging es rein um den Konditionsaufbau und da sind Wettbewerbe nicht zu empfehlen. 

Training mit dem eigenen Körpergewicht zu Hause waren Teil der Vorbereitung sowie Wanderungen in der Vorbereitungsphase. Übungen zur Stärkung des Rücken standen auch auf dem Programm.

 

Man sollte beachten das man sich nicht auf einen einmal Event wie einen Marathon vorbereitet sondern wie in unserem Fall auf 19 Tage kontinuierlichen Leistungsabruf. An jedem Tag ging es aufs neue durchschnittlich 20km weit mit 1.000  Höhenmeter Steigung (und auch Gefälle) und hohem Gewicht auf dem Rücken dem Ziel entgegen. Erholungsphase gab es keine, dazu diente die Nacht. 

 

Neben der körperlichen Vorbereitung ist die Motivation und persönliche Einstellung sehr wichtig. Nicht selten kommt man an den Rand seiner bisher gedachten Möglichkeiten und es braucht Verstand und Willen um so einen Weitwanderweg zu schaffen. Die ersten Tage sind die härtesten aber nach 7 Tagen ist man normalerweise im Rhythmus. Es muß aber vor allem Spaß machen, der Weg ist das Ziel den der Weg ist unglaublich schön!

 

Soviel zu den Vorbereitungen auf den John Muir Trial, als nächstes steht die Routenplanung an.