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Trekking Camp Kniebis im Schwarzwald

Wasserfallhütte über dem Sankenbachsee
Wasserfallhütte über dem Sankenbachsee

Eigentlich hatten wir für Anfang September eine 4-tägige Trekking Tour geplant. Und zwar sollte es vom Parkplatz Sankenbachtal zum Camp Bösellbach, weiter zum Camp Gutellbach und dann zum Camp Kniebis gehen. Alles war gebucht und vorbereitet. Für unseren Kleinsten sollte es die erste Trekking Tour werden und neue Ausrüstung wollten wir auch testen. Leider konnten wir aufgrund der damals gültigen Verordnung die Tour nicht machen und sind dann ersatzweise nach Tirol gefahren (siehe Beitrag "Karwendel, Zillertaler Alpen und Achensee"). Unser jüngster war sehr enttäuscht und fragte regelmäßig wann es denn zum Zelten gehen würde. Termine gab es nicht mehr viele, vor allem am Wochenende, aber wir hatten Glück den im Camp Kniebis hatte es für Mitte Oktober Platz und die Wettervorhersage war auch gut. So ging es kurzerhand auf eine Trekking Tour in den Schwarzwald. Es gab ein paar terminliche Konflikte und so konnte nicht alle mit bzw. kamen erst zum Camp hinzu (direkt von Kniebis aus). So wanderten nur wir drei Jungs die ganze Strecke, beim Campen waren wir dann fast alle beisammen. 

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung. 

Die Tour

Ausgangspunkt der Tour war der Wanderparkplatz Sankenbachtal bei Baiersbronn. Von da ging es dann den Seensteig entlang dem Sankenbach folgend zum Sankenbachsee. Unterwegs trifft man auf Rotwild (im Gehege) und kommt an einem Spielplatz vorbei, perfekt für Kinder. Vom See ging es hinauf am Wasserfall vorbei zur Wasserfallhütte und weiter Richtung Camp Kniebis. Anstelle dem asphaltierten Waldweg zu folgen sind wir an der Wasserfallhütte rechts abgebogen und nach einem kurzen Stück weiter einen kleinen Pfad hochgelaufen. Oben angekommen geht es in alle Richtungen weiter und da ist wichtig nicht zu lange Richtung Kniebis (Dorf) zu wandern sondern Richtung Rotwasser (Hütte). Das war zwar nicht der direkteste Weg aber so konnten wir dann auch auf dem Rückweg die Strecke etwas variieren. Es gibt so viele Waldwege das man am Ende aufpassen muß nicht falsch abzubiegen. Zurück ging es, bis ein Stück, den selben Weg. Der Weg von der Wasserfallhütte vorbei am Wasserfall und dem Sankenbachsee ist sehr schön und so schnell sieht man sich daran nicht satt.

Das Trekking Camp Kniebis

Blick auf den Zeltplatz und der Feuerstelle
Blick auf den Zeltplatz und der Feuerstelle

Das Camp liegt sehr idyllisch oberhalb des Forbachs. Leider ist die B28 nur wenige 100 Meter entfernt. Nach Kniebis steigt die Bundesstraße an was den Motorenlärm um einiges lauter macht. Zeitweise hat man Probleme sich zu unterhalten. Das ist echt schade denn ansonsten ist es ein schönes Camp. 

Im Vergleich zu Camp Gutellbach und Camp Grimbach ist die Feuerstelle im Camp Kniebis nicht so schön gemacht , vor allem fehlt es an Sitzgelegenheiten.

Zelte bringt man gut unter jedoch ist es eng, die drei Zelte stehen enger beisammen als bei anderen Camps. Der Forbach ist nicht weit entfernt aber man sollte gewarnt sein, obwohl dieser Bach so naturnah aussieht, fließt dieser vorher durch Kniebis, dazu später mehr. 

Am Bach hat es eine Lichtung und man sieht Anzeichen von Übernachtungen, die offiziellen Stellplätze sind aber oben beim Feuerring. 

Diese Zeltplätze sind relativ eben und man bekommt die Heringe gut in den Boden. Die Lichtung am Bach ist sehr schön und man kann dort Tiere beobachten. Wie bei anderen Camps geht kein markierter Weg direkt durchs Camp, somit hat man seine Ruhe.

Das Toilettenhaus ist nicht weit entfernt und es hat etwas Holz um ein Feuer zu starten. Mit Sonnenuntergang wird es auch von der Straße her ruhiger und das Gefühl in der Natur zu sein setzt ein. Am Lagerfeuer haben wir den Tag ausklingen lassen und sind aber doch eher früh ins Zelt. 

Es war eine kalte Nacht und morgens war das Gras auf der Lichtung gefroren. Wir hatten aber alles dabei um nicht zu frieren und konnten so das Frühstück genießen.

Impressionen Tag 1 und 2

Fazit und Tipps

Mehr Informationen zu den Trekking Camps im Schwarzwald findet man hier: trekking-schwarzwald.de

Wenn man im Frühling oder Herbst unterwegs ist empfiehlt es sich seine Ausrüstung anzupassen. Vor allem für Kinder sollte genügend warme Kleidung und extra Sachen zum Wechseln dabei sein. Morgens und Abends ist oft alles Nass (durch Reif oder Tau) und Kälte und Nässe sind keine gute Kombination. Wir haben neben langer Unterwäsche (meistens Merino oder ähnlich gut wärmendes) immer extra Socken, Hosen und Pullover dabei. Darüber dann eine Daunen- oder Primaloft Jacke. Regenjacken sind immer im Gepäck und zu dieser Jahreszeit sind sie auch ein sehr guter Windschutz. 

 

Die meisten unserer Trekking Touren finden in der Wildnis und oft in großer Höhe weit aber der Zivilisation statt. Hier im Schwarzwald ist die Zivilstation nie weit. Das sollte man vor allem bei der Wasserversorgung beachten. Meistens komme ich mit Filtern von MSR oder Platypus sehr gut klar und als Backup sind Desinfektionstabletten dabei jedoch in tiefen und bewohnten Lagen, wie hier im Schwarzwald, habe ich mein System angepasst:

  1. Wasser zum Kochen wird wie gewohnt gefiltert. Das Filtern sorgt für klares Wasser und beseitigt die meisten Keime, das Kochen erledigt den Rest (vor allem wenn es um Viren geht).
  2. Wasser zum Trinken (und Zähneputzen) wird nach dem Filtern mit einem UV Stick behandelt. Wir nutzen dazu einen SteriPen Ultra.
  3. Als Backup habe ich weiterhin Desinfektionstabletten dabei.

So können wir sicher sein immer einwandfreies Trinkwasser zu haben.

Strom bekommen wir auf kurzen Touren via einer Powerbank. Der SteriPen sowie die meisten unserer Kopflampen lassen sich damit genauso aufladen wie Handys. Auf längeren Touren ist dann noch ein Solarpanel dabei. 

 

Neu dabei hatten wir das Exped Orion UL 3 sowie den MSR Pocket Rocket 2 in Kombination mit dem Trail Lite Pot. Dazu gibt es ein Update in meinem Eintrag zum Zelt. 

 

Wir kommen auf jeden Fall wieder. Es gibt seit diesem Jahr mehr Camps und man kann nun längere Touren gehen. Camps Bösellbach und Camp Erdbeerloch stehen auf unserer Liste und nach Gutellbach wollen wir auch noch einmal. Wir hoffen es klappt im kommenden Sommer. Die Kinder wachsen und den Winter über müssen wir in Ausrüstung investieren.