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Mein neues Exped Orion 3 UL Zelt

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung.

Die Aufgabenstellung war noch dieselbe. Wir brauchen zu unserem MSR Mutha Hubba NX Zelt ein weiteres drei Personen Zelt. Dieses sollte bei schlechtem Wetter, vor allem bei Regen, trocken auf- und abbaubar sein, viel Platz bieten und leicht sein. Keine leichte Aufgabe! Meine erste Wahl fiel auf das Vaude Mark 3P aber es war am Ende nicht ganz was wir gesucht haben:

Marmot Alvar UL 3P
Marmot Alvar UL 3P

In der engeren Auswahl war neben drei Hilleberg Zelten vor allem das Exped Orion 3 UL. Nachdem ich das Vaude wieder verkauft hatte, bin ich bei meinen Recherchen auf das Marmot Alvar UL 3P gestoßen. Die Daten sahen gut aus und der Preis stimmte. Leider sind beim Probeaufbau im Keller Verschmutzungen an einem der beiden Eingänge sowie ein paar aufgeraute Nähte aufgefallen. Nach einer Rücksprache mit dem Händler und Marmot entschied ich mich aber es zu behalten. Der Aufbau im Garten offenbarte aber weitere Probleme. Eine weitere Seite war verschmutzt und ich fand zwei kleine schwarze Flecken auf der Innenseite des Außenzeltes. Diese sahen nach Brandstellen aus und man konnte sehen das die Beschichtung innen beschädigt war. Der Schwammtest zeigte dann auch das eine der beiden Stelle ein Loch hatte denn Tropfen kamen schnell und leicht durch.

Ein Loch geht leider gar nicht und somit ging ich das Zelt enttäuscht  zurück. Ich hatte mich nach dem Aufbau im Garten schon richtig auf die erste Tour damit gefreut. Vor lauter Enttäuschung habe ich leider kaum Bilder vom Zelt gemacht.

Marmot Alvar UL 3P

Ich war vom Zelt selbst jedoch positiv überrascht. Hier ein paar Punkte, die ich super fand bzw. welche nicht so toll waren:

 

Überzeugend fand ich:

  • Außenliegendes Gestänge mit eingehängtem Innenzelt, perfekt um es auch bei Regen auf- und abzubauen.
  • Das Außenzelt geht bis zum Boden was bei schlechtem Wetter von Vorteil ist, durch die guten Belüftungsmöglichkeiten ist das auch kein Nachteil.
  • Zwei große Apsiden. 
  • Es hat einen großen Innenraum, der Boden ist groß genug um 3 Standardmatten nebeneinander zu legen.
  • Die Wände sind relativ steil. So konnte man auch zu dritt gut im Zelt sitzen und beim Liegen hatte man doch noch Abstand zu den Seitenwänden.
  • Das Innenzelt besteht aus Stoff und nicht aus Netz, was bei UL Zelten oft der Fall ist. Somit kann man auch bei kälterem Wetter zelten. An mehreren Stellen gab es Netz und Stoff und man konnte via Reißverschlüssen die Luftzirkulation steuern. 
  • Eine durchdachte Belüftung die man selten in UL Zelten findet.
  • Große Eingänge und viele Taschen für Kleinigkeiten die man im Zelt verstauen will.
  • Es hat eine tolle Farbe, endlich kein langweiliges grün.
  • Material und Angaben zur Wassersäule lagen im oberen Mittelfeld.
  • Superleicht aufzubauen, auch alleine. 
  • Das Gewicht ist knapp unter 3 kg, nachgewogen, und entsprach somit den Angaben des Herstellers. 

Nicht so überzeugend fand ich:

  • Das doch dünne Gestänge mit nur 8,5 mm Durchmesser. Es fühlt sich nicht so stabil an. Für die Größe des Zelts ist das eher unter dem Durchschnitt.
  • Die Gestänge haben lange Segmente, doch etwas unhandlich vor allem beim Verstauen im Rucksack. 
  • Die Clips an den Ecken fühlen sich nach billigem Plastik an, ob das lange hält, muss man testen.
  • Die Apside lassen sich nicht straff ziehen und hängen immer etwas durch.

Unterm Strich fand ich das Marmot Alvar UL 3P sehr gut. Ein tolles 3-Season Zelt mit vielen guten Features und das unter 3 kg Gewicht. Online gab es kein weiteres Angebot und laut Marmot sollten dieses Jahr auch keine neuen Lieferungen mehr kommen.

 Da wir Anfang September für 4 Tage im Schwarzwald Trekking gehen wollen, musste eine Alternative her. Und so landete ich dann wieder beim Exped Orion 3 UL welches preislich nicht weit von Hilleberg Zelten entfernt ist. 


Exped Orion 3 UL

Der erste Eindruck

Zelt im Burrito Bag und das Footprint
Zelt im Burrito Bag und das Footprint

Der Zeltbeutel liegt gut in der Hand und alles zusammen wirkte leicht. Somit ging es als erstes ans Wiegen. Die Zeltunterlage wiegt 0,5 kg und das Zelt, so wie es angekommen ist (also brutto), 2,9 kg. Das war eine Punktlandung beim Zelt und schon einmal ein dicker Pluspunkt. Das Footprint ist etwa 80 Gramm schwerer als angegeben. 

Vor dem ersten Aufbau sah ich mir zuerst zwei Videos an:

Das Exped Orion 3 UL ist kein ultraleicht Zelt für Anfänger. Das Material ist dünn und der Aufbau, vor allem ohne die Videos, nicht einfach. Ich empfehle somit unbedingt beide Videos vor dem ersten Aufbau anzusehen und das Zelt vor dem ersten Einsatz mindestens ein Mal aufzubauen.

 

Das Orion hat ein paar Besonderheiten wie nummerierte (von 1-3) Gestängebögen sowie Dead-End Kanäle. Man kann die Stangen somit nur an einer Seite einführen und muss das Zelt dabei auf die Poles ziehen (anstelle die Stangen einfach nur hineinzuschieben). Wichtig ist das man die Poles mit der richtigen Seite zuerst in den Kanal einführt denn für den Dead-End Gestägenschuh gibt es ein stumpfes Ende. Darauf achten das man jeden Pole richtig im Schuh verankert, bevor man das Zelt aufrichtet. 

 

Nicht nur der Aufbau braucht Übung, auch das Abbauen sollte vorher geübt werden. Für den Abbau gibt es kein Video aber am Ende baut man es in entgegengesetzter Richtung wieder ab und dabei ist es wichtig das Zelt über die Poles so zurückzuziehen, wie es beim Aufbau in die andere Richtung gemacht wurde. Auf keinen Fall an den Zeltstangen ziehen. Vorher empfiehlt es sich die Enden aus dem Schuh zu drücken, das erleichtert das Entfernen der Poles.

 

Hat man sich die beiden Videos angesehen und folgt den Angaben dann ist es nicht schwer das Zelt auf- und wieder abzubauen. Ich habe das Zelt nun zwei Mal zum Test im Garten aufgebaut und beim zweiten Mal ging es schon viel besser. Das ging ganz  alleine, habe also kein zweites Paar Hände gebraucht. 

Es ist nicht mein erstes Ultralight Zelt. Ich hatte bereits zwei Big Agnes Copper Spur UL Zelte, einmal das original und das zweite Mal das HV (beide Zelte in der 2 Personen Variante), welche viele Touren unbeschädigt überstanden haben. Auch unser MSR Mutha Hubba NX ist ein Ultralight Zelt.

Das Material des Orion 3 UL ist dünn, daran muss mach sich nicht nur gewöhnen, sondern man sollte sich darauf einstellen. Am Ende stand das Zelt dann relativ schnell da. Leider gibt es dieses Zelt auch wieder nur in grüner Farbe aber, diese ist doch eher hell und mit dem gelben Innenzelt macht es dann doch einen sehr freundlichen Eindruck. Trotz des dünnen Materials wirkte es stabil. Beim Aufbau sind mir viele kleine praktische Details aufgefallen, dazu später mehr. 

Zwei Apsiden und das Footprint

Das Orion hat zwei große Apsiden die durch den Top Gestängebogen (#3) befestigt sind. Dieser verläuft relativ steil was sehr viel Platz in den beiden Apsiden zur Folge hat. In diesen beiden Apsiden kann man locker drei Rucksäcke plus Schuhe und Zubehör vor Regen schützen und dennoch gut Aus- und Eingehen. Mein Sohn kann locker in der einen Hälfte der Apside auf den Knien sitzen, und das gibt es x2. 

Der Reißverschluss der Apside an der Dead-End Seite des Poles läßt sich von innen aber etwas schwer ganz schießen. 

Footprint reicht in die Apsiden
Footprint reicht in die Apsiden
Nicht ganz selbsterklärend anzubringen
Nicht ganz selbsterklärend anzubringen
Genial ist die Markierung am Footprint
Genial ist die Markierung am Footprint

Abstand Footprint zum Außenzelt verhindert Wassereintritt
Abstand Footprint zum Außenzelt verhindert Wassereintritt

Laut Exped braucht das Zelt aufgrund des guten Bodens nicht unbedingt ein Footprint, also wenn wirklich jedes Gramm zählt, kann man es auch zu Hause lassen. Für ein UL Zelt wirkt der Boden widerstandsfähig aber ich würde das Footprint nicht weglassen.Ohne dem Video wäre mir nicht sofort klar gewesen, wie ich das Footprint anzubringen habe.

Ein kleines geniales Detail ist das Etikett, das die richtige Oberseite und Stelle für die beiden Türen klar markiert. Genial! Und man sollte es aus zwei Gründen auch nicht andersherum nutzen:

  • Das Footprint ist beschichtet und für eine lange Haltbarkeit der Beschichtung und des Footprints selber sollte man es mit der richtigen Seite nach oben (mit der Beschichtung) anwenden.
  • Nutzt man es dennoch andersherum dann fühlt man sich im Zeltinneren wie auf einer Eisfläche denn der Zeltboden findet keinerlei Halt auf der nicht beschichteten Seite des Footprints. 

Man muss schon etwas tüfteln, um das Footprint anzubringen, so richtig gespannt bekommt man es aber nicht. 

Toll ist das es auch in die Apsiden reicht, somit kann man seine Ausrüstung vor Verschmutzung schützen. Man sieht sofort das das Footprint kleiner als die eigentliche Zeltfläche ist, so deutlich wie beim Orion habe ich es bisher bei keinem Zelt gesehen. Der Grund ist aber einleuchtend denn wenn das Footprint zu nahe ans Außenzelt reicht, kann Wasser vom Außenzelt auf das Footprint laufen und so seine Weg zwischen die Unterlage und dem Zeltboden finden. Auch dieses Detail gefällt mir sehr gut. 

Der Innenraum

Der Boden ist rechteckig und es passen drei Standardmatten nebeneinander. Hier zwei Therm-A-Rest ProLite Plus Womens Regular (51 cm breit) und eine Exped Synmat 7 UL Regular (52 cm breit). Die Exped Matte ist 183 cm lang und man hat noch etwa 20 cm Platz auf jeder Seite. Das Orion ist sehr hoch vor allem in der Mitte. Die beiden dunkelgelben Linien markieren in etwas die 1,00 Meter Marke und von Linie zu Linie hat man etwa 70 cm, das ist dann auch der Bereich indem man gut sitzen kann. 

In der Mitte hat man sehr viel Platz und kann sogar knien. Wie man aber an den Bildern sehen sind die Seitenwände ab den dunkelgelben Linien (1,00 Meter Marke) doch sehr schräg. Leider hängt das Innenzelt an beiden Seiten etwas durch, das könnte man mit der Verbindung zum Außenzelt und einer Möglichkeit zum Abspannen Verbessern. Die Abspannmöglichkeit, wie man an den Bildern sieht, ist für das Außenzelt vorhanden aber die Verbindung zum Innenzelt fehlt. 

Die schrägen Wände und etwas knappe Länge des Bodens haben zur Folge, das wenn ich auf der Exped Matte so liege, damit ich mit meinem Kopf nicht am Innenzelt anstoße meine Füße, genau gesagt meine Zehen, am Innenzelt auf der anderen Seite anstoßen. Ich bin aber nur 1,78 Meter groß, das ist knapp. Aber für ein UL Zelt ok würde ich sagen. 

Allgemein bietet das Orion 3 UL viel Platz im Innenraum und drei Personen sollten auch beim Aussitzen von schlechtem Wetter genug Platz haben, vor allem da man viel Ausrüstung in den riesigen Apsiden unterbringen kann. 

Die Belüftung

Laut Exped sorgt das dünnen Innenzeltmaterial bereits für eine gut Belüftung (im Vergleich zu den Extreme Modellen) und so hat man zugunsten des Gewichts auf komplett doppelt bezogene Türen verzichten. Die Türen haben etwa 1/3 der Fläche mit Mesh und Tuch. Die Öffnung kann man via einem Reißverschluss anpassen. Die Türen sind aber riesig und somit ist der Mesh Teil doch groß. Bei gutem Wetter lässt man das Außenzelt offen und bekommt so eine gute Belüftung des Innenraums. Bei Regen bzw. geschlossenem Außenzelt kann man via eine Öffnung im oberen Bereich beider Türe Lüften. Diese kann man mit einem Stab fixieren und sind mit Mesh ausgestattet. 

Nicht so durchdacht finde ich ist das die beiden Eingängen direkt gegenüber liegen. So bekommt man keine Kreuzlüftung hin und hat einen toten Bereich gerade bei schlechtem Wetter. Auch nicht optimal, wenn der Wind (und Regen) von der Kopfseite kommt denn dann sind beide Eingänge dem Wetter ausgesetzt.

Ein paar durchdachte Details

Der Zeltbeutel, von Exped Burrito Bag genannt, macht es einem super leicht sein Zelt wieder zu verstauen. Durchdacht ist auch der Pole Beutel wo neben den Poles die Heringe und das Flick- bzw. Ersatzteilset enthalten ist. So hat man alles ordentlich verstaut. Es sind 4 weitere Abspannleinen im Set enthalten mit denen man das Zelt noch besser fixieren kann. Apropos Abspannleinden, gut gemacht sind auch die Fixierungen an den vier Seiten. 

Die original Heringe habe ich gegen MSR Mini Groundhog Heringe ausgetauscht. Bei schlechtem Boden oder zu erwartenden harten Bedingungen (starker Wind, ausgesetzte Lagen) kommen die MSR Groundhog Heringe mit. Die mitgelieferten Heringe sind gut, mir fehlen aber die Schnüre um sie leichter aus dem Boden zu ziehen. 

Mein bisheriges Fazit zum Exped Orion 3 UL

Es gibt kein perfektes Zelt, das hat sich auch nach diesem ersten Test wieder gezeigt. Jeder hat so seine Vorstellungen und Vorlieben. Manche Zelte kommen dem näher als andere und so findet man dann doch seine Lieblingszelte. Auf das Gesamtpaket kommt es an und wenn die Vorteile überwiegen wird man auch viel Freude an seinem Zelt haben. 

Das Exped Orion 3 UL punktet bei mir mit:

  • Hochwertiges, wenn auch sehr dünnes, Material
  • Ordentlich verarbeitet
  • Sehr viel Kopfraum, auch mit 3 Personen hat man gut Platz beim Sitzen
  • Zwei riesengroße Apsiden
  • Sehr gute Belüftungsmöglichkeiten bei gutem Wetter
  • Das Gewicht, und das die Angaben des Herstellers stimmen
  • Die Farbe des Innenzeltes
  • Viele kleine Details die Liebe zum Detail zeigen und auch echt praktisch sind

Was mir noch Kopfzerbrechen bereitet:

  • Der doch etwas kompliziertere Auf- und Abbau, es braucht Übung um das bei schlechtem Wetter schnell hinzubekommen
  • Die etwas kurze Länge des Bodens vor allem nach den ersten 30cm, das kann beim Schlafen eng werden
  • Die Türen sind groß aber mehr  Mesh und Tuch zum Lüften wäre noch besser
  • Die nur kleinen Lüftungsöffnungen am Außenzelt bei Regen, ob das reicht wird sich zeigen

Was mir nicht gefällt:

  • Farbe des Zeltes, warum immer nur grün? Das Extreme gibt es in einem genialen Rot
  • Footprint ist an mehreren Stellen genäht und versiegelt und etwas schwerer als angegeben 

Ich denke das Außenzelt hätte anstelle des 15 D Ripstop besser 20 D Ripstop vertragen (wie auch das Hilleberg Helags und das MSR Mutha Hubba haben). Der Boden ist ok mit 40 D Nylon (mehr als das MSR Muth Hubba mit 30 D Ripstop) aber 50 D Nylon wie beim Hilleberg Helags wären gerade soviel widerstandsfähiger um das Footprint wirklich zu Hause zu lassen. Das Innenzelt hat 15 D Mesh und 15 D Ripstop Tuch. Das MSR Mutha Hubba hat auch ein 15 D Mesh aber ein 20 D Ripstop Tuch. Das Hilleberg Helags gar nur 10 D Ripstop Tuch. Denke das Innenzelt liegt somit im Durchschnitt der top UL Zelte. 

 

Aktuell würde ich 4 von 5 Sternen vergeben. Es ist ein teures Zelt, jetzt kommt es darauf an das es hält was es verspricht. Ich freue mich schon auf die erste Tour mit dem Exped Orion 3 UL.


MSR Trail Lite Pot und Pocket Rocket 2 Stove

MSR Trail Lite Topf und der Pocket Rocket 2 Stove
MSR Trail Lite Topf und der Pocket Rocket 2 Stove

Wenn man mit 6 Personen unterwegs ist dann braucht es mehr als nur ein Kochsystem. Wir sind mit unserem MSR WindBurner Duo System plus Sauce Pot sehr zufrieden aber bereits zu viert kommt man an die Grenzen. 

MSR WindBurner Duo System Review

MSR WindBurner Group Sauce Pot Review

Wir brauchten nicht nur einen weiteren Topf sondern auch einen Stove damit man nebenbei eine andere Zutat kochen kann (in den meisten Fällen um Wasser zu kochen). 

Da wir bereits den MSR MessKit für zwei Personen haben fiel die Wahl auf den MSR Trail Lite 2,0 Liter Topf und den MSR Pocket Rocket 2 Kocher. Wir fanden den PocketRocket Deluxe Kocher auch interessant aber zwei Gründe sprachen gegen ihn:

  1. Er passt nicht in die Tassen des MessKit
  2. Piezo Zünder geben gerne einmal den Geist auf und da der WindBurner Stove auch ohne Piezo kommt haben wir sowie immer ein Feuerzeug dabei.

Kompakt Verpackt und super leicht!

Die Idee ist simple. Man packt den MessKit in den Topf und den Kocher mit dem Feuerzug in eine der beiden Tassen, in die andere Tasse kommen die Sporks. Nur die Kartusche muss getrennt eingepackt werden. So wie hier gesehen wiegt das alles zusammen 735 Gramm. Dazu kommt natürlich noch das Gewicht der Kartusche.

Das Ziel ohne viel Platzverbrauch im Rucksack und bei geringem Zusatzgewicht ein weiteres Kochsystem dabei zu haben ist so geglückt. Gleichzeitig ist es ein Test um Superlight zu gehen, den gerade mit kleinen Kindern auf langen Touren spielt das Gewicht ein große Rolle. Der erste Test steht Anfang September an denn da geht es mit allen Kindern für vier Tage zum Trekking in den Schwarzwald. 

Wenn nicht jedes Gramm zählt dann kann man den PockeRocket 2 mit einem Feuerzeug in der mitgelieferten Transportbox lassen. Topf mit Kocher inklusive Transportbox und Feuerzeug wiegen nur 330 Gramm, das ist sagenhaft. Wie bei den meisten kompakten  und leichten Kocher steht der Topf etwas wackelig auf der doch hohen Konstruktion. Man muß schon acht geben damit das ganze nicht umfällt. 

 

Ich finde auch das Primus Primetech 2,3 Liter Stove Set interessant. Ich habe es bei einem anderen Trekker im Schwarzwald gesehen. Es hat zweit Töpfe (man muß somit hintereinander kochen) und steht extrem stabil. Am Ende wäre es aber ein Ersatz für unseren MSR WindBurner Duo und keine echte Lösung für unser Problem. Aber für Familien mit bis zu zwei Kindern (also total 4 Personen) ist das Primus Primetech 2,3 Liter Stove Set eine mögliche Alternative zum MSR WindBurner System.