· 

Neue Trekking Ausrüstung 2022 im Test

Nachdem wir uns für dieses Saison vor allem um die Schlafsysteme (dazu mehr in einem anderen Eintrag) gekümmert haben konzentrierten wir uns bei den hier gelisteten Ausrüstungsgegenständen auf Sicherheit und Komfort auf unseren Trekking Touren. Einige Gegenstände fallen sogar in beide Kategorien, also machen uns das Leben auf Touren leichter und erhöhen gleichzeitig die Sicherheit. 

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung. 


Exped Luminous Gear Loft

Exped Luminous Gear Loft

Das Exped Luminous Gear Loft wird bei den Orion Extreme Zelten mitgeliefert, bei den UL Versionen muss man es getrennt kaufen. Da das Orion 3 UL wenige Taschen hat dachte ich mir es ein eine gute Idee es anzuschaffen. Vor allem wenn man mit drei Personen im Zelt schläft, ist es sicherlich ein Vorteil Sachen vom Boden wegzubekommen. 

Die Aufhängevorrichtung ist wie beim Footprint, das System, das ich schon beim Zelt kompliziert finde. Aber ok, mit ein paar Handgriffen war es dann auch montiert. 

Das Gear Loft geht über die gesamte Breite des Zelts und hat somit eine große Fläche, es ist auch wie eine Wanne gestaltet somit bleiben die Sachen dort, wo sie sein sollten. Durch die Gummizüge bei der Befestigung hängt es auch bei geringem Gewicht schnell weiter durch als es schon leer tut. Da sind wir dann auch beim Hauptmanko des Gear Loft, und zwar der doch spürbare Verlust und Kopfraum. Die Exped Orion Zelte Punkten vor allem mit dem üppigen Kopfraum, da kann kaum ein anderes Zelt, auch keine Tunnelzelte, mithalten. Man hat sehr viel Platz beim Sitzen. Mit dem Gear Loft geht das verloren da man gut 20 cm an Kopffreiheit einbüßt. 

Exped Luminous Gear Loft

Der Zusatz Luminous hat mit der Vorrichtung für die Kopflampe zu tun. In der Mitte kann man seine Kopflampe, oder andere Lichtquelle, einlegen und durch die Konstruktion wird das Licht im ganzen Zelt gut gestreut. Dieser Effekt wird deutlich sichtbar und man hat dadurch ein sehr angenehmes Licht im ganzen Zelt. 

Exped Luminous Gear Loft

Zusammengefasst lohnt es sich das Luminous Gear Loft mitzunehmen. Wir befestigen es zu Beginn nur an einer Seite und wenn wir uns bereit zum Schlafen machen, dann spannen wir es und legen Sachen nach oben bzw. nutzen unsere Kopflampe. So haben wir genug Kopfraum beim Sitzen und die kleinen Sachen weg vom Boden beim Schlafen. Es ist nicht günstig somit bekommt es von mir 3 von 5 Sternen. 


Katadyn Steripen Ultra

Wenn wir im Schwarzwald oder allgemein auf geringer Seehöhe unterwegs sind bzw. die Wasserquelle durch Weiden oder sogar Siedlungen läuft, dann ist neben dem Filtersystem (wir nutzen am liebsten den Platypus GravityWorks 4 Liter) nun auch immer der Katadyn Steripen Ultra dabei. Filter sind super, um sichtbar sauberes Wasser zu haben und einen Großteil der relevanten Keime zu entfernen, aber Viren kommen bei den meisten Filtersystemen durch. Viren spielen vor allem dort eine Rolle wo Siedlungen, Tierhaltung, Felder, usw. die Wasserquelle kontaminieren können, also selten in hohen alpinen Lagen oder abgelegenen Gebieten. Man kann natürlich auch nur den Steripen Ultra mitnehmen, aber wenn die Wasserquelle trüb ist dann bleibt das Trinkwasser auch trüb, das ist dann Einstellungssache. Wie alle technischen Geräte so ist auch der Steripen Ultra anfälliger als klassische Filtersystem die bei guter Pflege und Wartung selten versagen. 

 

Auch auf dem John Muir Trial haben wir Backpacker getroffen, die nur den Steripen Ultra dabeihatten, aber die überwiegende Mehrheit nutzt Filtersysteme unterschiedlichster Herkunft und Art. Am meisten haben wir Sawyer Produkte angetroffen, gefolgt von Platypus GravityWorks Systemen (das hatten wir dabei) und Katadyn Filtern. Mehr zu Wasserfilter findet man auf Outdoorgrearlab.com, dort gibt es neben Tipps auch eine Bewertung der Systeme. 

 

Wenn wir im Camp ankommen, dann hängen wir zuerst den GravityWorks auf, so haben wir schon die erste Ladung Wasser fertig, wenn es nach dem Aufbau des Camps ans Kochen geht. Trinkwasser behandeln wir zusätzlich mit dem Steripen Ultra, Wasser zum Kochen nicht da Viren durch das Kochen abgetötet werden. 

Die Anwendung des Katadyn Steripen Ultra ist super einfach und bisher hat es auch einwandfrei funktioniert. Hält man den Stab nicht richtig ins Wasser bricht es ab und man muss neu starten, das finde ich gut gemacht. Der Steripen Ultra kann einfach wieder aufgeladen werden, dafür nutzen wir eine Powerbank, dazu später mehr. 

 

Mit dem Steripen Ultra haben wir das extra an Sicherheit in Gebieten mit unsicherer Wasserqualität (vor allem zum Thema Viren). Er ist etwas groß, aber nicht schwer. Einfach zu handhaben und bisher zuverlässig, jedoch teuer in der Anschaffung. Aktuell gebe ich 4 von 5 Sternen. 


Sandberg Survivor Powerbank 10.000

Sandberg Survivor Powerbank 10000

Auf unserem John Muir Trial Tour 2019 hatten wir ein Solar Panel dabei welches aber nach der ersten Woche den Geist aufgegeben hat. Wir haben damals unsere Elektronik direkt am Panel aufgeladen. Wie wir gelernt haben, ist aber bessere eine Powerbank am Solar Panel aufzuladen um dann Elektronik via der Powerbank zu laden. Eine Powerbank kann mit Schwankungen besser umgehen und lädt trotzdem, nicht so Handy oder andere Elektronik. 

Aktuell nutzen wir kein Solar Panel da unsere Touren unter einer Woche lang sind. Da reicht eine Powerbank. Wir haben uns für die Sandberg Survivor Powerbank 10000 entschieden. Eine kleine robuste Powerbank für unterwegs. Handlich und nur 207 Gramm schwer passt sie leicht in jede Tasche. 

Man kann nur ein Gerät auf einmal laden und mit den 10000 schafft man bis zu 4 Handy zu laden (wir haben ein iPhone XR und iPhone SE). 

Neben zwei Smartphones haben wir aufladbare Kopflampen, den Steripen Ultra, und den Garmin inReach Mini dabei. Wenn alles vollgeladen ist, dann reicht es locker eine Woche mit einer Ladung (je nach Nutzung der Smartphones). 

Für längere Trips werden wir auf eine Kombination aus Solar Panel und einer Powerbank setzen. Dann werden wir wohl auf eine 20000 Powerbank wechseln, wie z.B. die Sandberg Survivor 20100 mit 480 Gramm Gewicht und mehr Anschlüssen, um parallel 2 Geräte zu laden. 

Was an der Sandberg Survivor 10000 Powerbank stört ist das man die blauen LED beim Laden nicht deaktivieren kann, das stört nachts doch etwas und man muss es abdecken. Bisher sind wir sehr zufrieden und geben 4 von 5 Sternen. 


Sea to Summit Delta Light Insulated Mug

Sea to Summit Delta Light Insulated Mug

Wir haben schon so einige Mugs getestet und gerade bei Kindern spielt das eine wichtige Rolle. Weder die Mugs von MSR noch GSI konnten die Kinder wirklich umgehen. Entweder tropft es beim Trinken oder die Tassen liegen schlecht in Kinderhänden oder sie nehmen den Geruch der Getränke stark an. 

Mit den Sea to Summit Delta Light Insulated Mug haben wir alle vier Kinder glücklich gemacht. Sie liegen gut in der Hand, auch Kinderhände und man kann gut daraus trinken (solange man den Deckel ordentlich schließt). Bisher waren sie einfach zu reinigen und blieben Geruchsneutral. Sie sind nicht so einfach zu verstauen, aber das ist ok. Auch preislich sind diese Mugs interessant. Zusammengefasst sind das dann 5 von 5 Sternen.

Sea to Summit Delta Light Insulated Mug
Der neue Mug im Test


Light My Fire Scout Feuerstarter und Tinder-On-A-Rope Zündholz

Light My Fire Scout Firesteel Feuerstahl
Scout Feuerstahl und Tinder on a Rope von Light my Fire

Die Idee ist ein Backup zu Feuerzeug bzw. Zünder dabei zu haben. Perfekt um ein Lagerfeuer zu starten aber auch um im Notfall Feuer zu machen. Sogar den Gaskocher könnte man damit anmachen wobei ich da lieber ein Feuerzeug nutze. 

 

Mit dem Feuerstarter kann man sein Feuerzeug für den Gaskoch reservieren und Lagerfeuer einfach damit starten. Auch ist es nun Teil meiner Notfall Ausrüstung denn man kann damit immer und überall ein Feuer machen (solange man Holz hat). Es funktioniert unabhängig vom Wetter und der Höhe auf der man sich befindet. 

 

Tinder on a Rope ist eher interessehalber dabei, wenn es auf jedes Gramm ankommt dann bleibt das wohl eher zu Hause. Hier ein Video zur Anwendung. 

 

Man braucht schon etwas Kraft um Funken zu schlagen aber es ist einfach  zu nutzen, klein und leicht. Passt in jeden Rucksack. Da wir es bisher kaum im Einsatz hatten werden wir unsere Bewertung später hinzufügen. 


Sea to Summit View Dry Sack
Sea to Summit View Dry Sack

Wir hatten noch ein paar weitere neue Helfer dabei wie zum Beispiel zwei Sea to Summit View Dry Sack in der 8 Liter Größe. Diese nutzen wir um unsere Lebensmittel oder auch Kleinteile für die Trekking Küche zu transportieren. So ist alles sicher verpackt und man sieht was sich darin befindet, ohne den Sack aufmachen zu müssen.

 

Auch unsere neuen Sea to Summit Ether Light XT Matten (Regular und Women Versionen), der Sea to Summit Flame 3 (der neue Schlafsack meiner Frau), sowie der GrüeziBag Bipod DownWool Kids Teen Schlafsack meines Sohnes waren mit dabei. Dazu mehr sobald wir diese öfters im Einsatz hatten.