· 

Trekking Camp Grimbach und Seibelseckle im Schwarzwald

Es ist schon Tradition unsere Saison mit einer Trekking Tour im Schwarzwald zu beginnen. Dieses Jahr waren es nur meine zwei jüngeren Kinder und ich und es ging von der Schwarzenbachtalsperre zum Trekking Camp Grimbach, weiter zum Trekking Camp Seibelseckle und in einem Loop wieder zurück zum Parkplatz an der Schwarzenbachtalsperre. Die Tour war im Norden des Schwarzwaldes und führte zeitweise durch den Nationalpark.

Wie so oft testen wir dabei auch neue Ausrüstung für unsere große Tour im Sommer in Norwegen und Schweden. 

Es waren drei sehr heiße Tage und die Sonne brannte ohne Gnade auf uns herunter. Zum Glück verlief ein guter Teil der Tour im Wald. Wir gingen früh los, um der Hitze des Nachmittags zu entkommen. Wir hatten eine Menge Spaß und waren superschnell unterwegs. 

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung.


Die Tour

Start und Ende der Tour war das westliche Ende des Sees der Schwarzenbachtalsperre. Vom Parkplatz ging es zum E1 und dem E1 folgend am Herrenwieser See vorbei bis zum Turm auf der Badener Höhe. Von dort dem E1 weiter folgend bis zum Herrenwieser Sattel dann den E1 verlassend weiter bis zum Trekking Camp Grimbach.

Am nächsten Morgen ging es vom Camp zurück zum Herrenwieser Sattel und wieder auf den E1 dem wir dann fast den ganzen Tag gefolgt sind. Via dem Hochkopf ging es zur Hornisgrinde und dann den E1 verlassend hinunter zur Rasthütte Seibelseckle. Vor hier ist es nicht mehr weit bis zum Trekking Camp Seibelseckle.

Am dritten Tag ging es vom Camp via Schwallung und Hundsbach zurück zum Parkplatz an der Schwarzenbachtalsperre. 

 

In Zahlen waren es knapp 42 Kilometer und etwas mehr als 1.200 Höhenmeter, das alles in der ersten Hitzewelle im Mai 2026. 


Tag 1: Vom Parkplatz zum Trekking Camp Grimbach

Friedrichsturm auf der Badener Höhe
Friedrichsturm auf der Badener Höhe

Nach der Ankunft am Parkplatz am westlichen Ende des Stausees der Schwarzenbachtalsperre ging es los. Tag 1 war mit 9 Kilometer und etwas mehr als 300 Höhenmetern ein durchschnittlicher Tag. Obwohl es noch am Vormittag losging, war es bereits sehr heiß.

Zuerst ging es nur leicht bergauf aber die meisten Höhenmeter macht man zwischen Kilometer 2,5 und 4,0 bis zum Seekopf. Auf dem Weg dahin haben wir am Herrenwiesersee ein wohlverdiente Trinkpause gemacht. 

Vom Seekopf ging es gemütlich weiter bis zur Badener Höhe und nach der Mittagspause und dem Besuch des Turms machten wir uns auf den Weg zum Camp. Von der Badener Höhe bis zum Camp Grimbach verliert man viel Höhe. Das Camp selbst ist von der Mittelfeldhütte aus leicht zu finden. 

Am Camp angekommen haben wir uns einen Platz ausgesucht und unser Zelt aufgestellt. Später ging es ans Abendessen kochen und mit netter Gesellschaft am Feuer ließen wir den Abend ausklingen. 

Camp Grimbach

Camp Grimbach liegt mitten im tiefen Wald. Es gibt 3 große Stellplätze und einen kleinen Notstellplatz. Der Feuerplatz mit Sitzgelegenheit bietet viel Platz. Das WC ist etwas hinter dem Camp im Wald. Es gibt eine kleine Quelle, an der man Wasser holen kann. Diese Quelle versiegt gerne in trocknen Sommern und dann muss man etwas laufen, um zur nächsten Wasserstelle zu gelangen. Das Wasser sollte auf jeden Fall behandelt werden. Wir hatten unseren Steripen Ultra UV Stab dabei, filtern oder abkochen geht genauso gut. Es ist sehr ruhig ums Camp und auch bei Hitze ist es hier tief im Wald kühl. 


Tag 2: Vom Trekking Camp Grimbach zum Camp Seibelseckle

Hornisgrinde, der höchste Punkt unserer Tour
Hornisgrinde, der höchste Punkt unserer Tour

Tag 2 hatte es in sich. Die knapp 17 Kilometer und die 700 Höhenmeter wären an sich schon hart, aber es sollte der heißeste Tag werden.

So brachen wir früh auf, um der größten Hitze zu entkommen. Von Camp Grimbach ging es wieder vorbei an der Mittelfeldhütte zurück zum E1 den wir am Herrenwieser Sattel wieder trafen. Weiter ging es dem E1 folgend via Sand, Hundseck, dem Hochkopf, Untersmatt zur Hornisgrinde. Von hier weiter zur Rasthütte Seibelseckle und zum Camp Seibelseckle.

Mittagspause machten wir kurz vor der Hornisgrinde und an der Rasthütte gab es leckeres Eis. Der Abstieg vom Dreifürstenstein zur Rasthütte ist sehr steil und durch losen Schotter rutschig. Alternativ kann man dem E1 weiter folgend von der Hornisgrinde via dem Mummelsee zur Rasthütte wandern. 

Es hat keine Wasserstelle am Camp selbst so füllten wir alle Flaschen und einen 3 Liter Wasserbeutel an der Rasthütte auf und machten uns dann auf die letzten Kilometer zum Camp. Etwa 1,5 Kilometer vor dem Camp gibt es die letzte Wasserstelle, zu der wir später am Abend noch gelaufen sind, um unser Wasser aufzufüllen. Nach einem leckeren Essen ließen wir den Abend beim Kartenspielen im Zelt ausklingen. 

Camp Seibelseckle

Camp Seibelseckle liegt gut versteckt zwischen zwei Frostwegen direkt hinter der Brandhütte. Am Pfad, der zum Camp führt, kann man leicht vorbeilaufen. Das Camp selbst hat drei Plattformen in unterschiedlichen Größen. An jeder Plattform hat es eine Kiste, um Lebensmittel vor Nagern zu schützen. Man braucht extra Abspannleinen und Geschick, um ein Zelt sicher auf so einer Plattform aufzubauen. 

Das WC liegt etwas ab vom Camp. Die Brandhütte hat einen Feuerplatz und ausreichend Sitzplätze (auch in der Hütte) und sie ist nicht weit vom Camp entfernt. Es gibt kein Wasser am Camp, der nächste Bach ist 1,5 Kilometer entfernt, und zwar auf dem Weg zur Rasthütte Seibelseckle. Die in der Beschreibung angegebenen Quelle an der Rasthütte gibt es nicht mehr. Das Wasser aus dem Bach sollte behandelt werden. 


Tag 3: Vom Trekking Camp Seibelseckle zurück zum Parkplatz

Biberacher Schwallung kurz vor Hundsbach
Biberacher Schwallung kurz vor Hundsbach

Es war eine ruhige Nacht, nur eine Eule machte auf sich aufmerksam. Nach einem leckeren Frühstück ging es ans Abbauen. Wir waren schnell fertig und konnten früher als geplant losgehen. Am dritten Tag standen knapp 16 Kilometer mit 200 Höhenmeter auf dem Programm. 

Hinterm Camp gelangt man auf einen Forstweg der einen direkt zum Seensteig führt. Wir folgten kurz dem Seensteig und zweigten dann Richtung Schwallung ab. Via Schwallung und Hundsbach ging es zurück zur Schwarzenbachtalsperre und unserem Parkplatz.

Die Kinder waren flott unterwegs und nach nur 4,5 Stunden waren wir bereits am Parkplatz angekommen.  

Es sollte wieder ein heißer Tag werden und wir waren froh bereits gegen Mittag zurück am Auto zu sein. Mittagessen gabs am Auto vor der Rückfahrt. Nach einer langen Pause machten wir uns auf den Rückweg nach Hause.