Unsere Träume den Polarkreis zu überqueren, einen Teil des Kungsleden zu wandern, die Lofoten zu besuchen, Wale zu beobachten und Polarlichter zu sehen haben wir in einem Roadtrip vereint. Im Sommer 2025 ging es für 4 Wochen auf einen über 8.000 Kilometer langen Roadtrip durch Schweden mit Abstecher nach Norwegen.
Um die Fahrt bis in den hohen Norden zu unterbrechen haben wir uns unterschiedliche Zwischenziele ausgesucht:
- Ramvik, Hohe Küste, Schweden
- Abisko (Kungsleden), Schweden
- Blokken, Vesterålen (Lofoten), Norwegen
- Hemavan, Schweden
- Rimbo (Stockholm), Schweden
Auch unterwegs haben wir immer wieder Stopps an schönen Plätzen eingeplant (und nicht immer den direktesten Weg genommen).
Wir entschieden uns für die Fähre von Travemünde nach Trelleborg (und zurück). So konnten wir jeweils eine Nacht auf der Fähre verbringen und so lange Fahrten unterbrechen. Das hat super geklappt und war weniger stressig als unsere letzten Norwegen Reisen mit kurzen Fährfahrten.
Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung.
Die erste lange Fahrt (Tag 1 und 2)

Die erste Etappe führte von zu Hause nach Travemünde wo es auf die Fähre nach Trelleborg ging. Die Fähre geht über Nacht und man kommt am nächsten Morgen gegen 8:00 Uhr an.
Die Fährenfahrt ist immer ein Highlight für unsere Kinder und der eigentlich Beginn des Urlaubs. Kaum am Hafen angekommen steigt die Aufregung und sie können es kaum erwarten endlich an Bord zu fahren. Nach einem tollen Sonnenuntergang ging es Bald ins Bett.
Gut ausgeruht ging es auf die lange Fahrt von Trelleborg bis nach Ramvik an der Hohen Küste. Nach etwas mehr als 1.000 Kilometer kamen wir endlich am Haus an.
Es war ein kleines rotes Haus direkt an einen See gelegen. Mit tollem Blick über den See und vielen Spielmöglichkeiten war es unser zu Hause für die kommenden Tage.
Die Hohe Küste Schwedens (Tag 3 bis 5)

Wir hatten drei ganze Tage, um die Hohe Küste zwischen Härnösand und Örnsköldsvik zu erkunden. Neben viel Zeit am Haus (um den See sowie die vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder zu nutzen) machten wir drei Ausflüge, und zwar ins Smitingens Naturreservat, zum Skuleskogens Nationalpark und nach Bönhamn einem kleinen Fischerdorf. Mehr zu diesen Ausflügen gibt es auf einem eigenen Blogeintrag: Wandern im Skuleskogens Nationalpark in Schweden
Unser Haus war groß genug für uns alle und nach einer kurzen Fahrt war man in Härnösand, wo man alles Nötige einkaufen kann. Die Hohe Küste bietet so viel mehr als wir uns in den drei Tagen ansehen konnten. Ob weiter der Küste entlang oder ins inneren, es gibt viel zu erleben. Wir kommen auf jeden Fall wieder.
Auf nach Abisko (Tag 6 und 7)

Am sechsten Tag stand die Fahrt von Ramvik nach Abisko, genau gesagt zur STF Abisko Turiststation an. Wir entschieden uns nicht den schnellsten und kürzten Weg, sondern via Storforsens und Jokkmokk zu fahren. Die etwa 920 Kilometer sollten in etwa 12 Stunden zu schaffen sein.
Wir brachen früh auf und kamen kurz nach Mittag am Wasserfall an. Nach einer kurzen Runde entlang des Aussichtsweges machten wir unsere Mittagspause. Es war etwas mehr als die Hälfte der Strecke geschafft und wir lagen gut in der Zeit.
Weiter ging es nach Jokkmokk, wo man kurz davor den Polarkreis überquert. Der E6 weiter nach Norden folgend ging es nach Gällivare und dem berühmten Kiruna. In Kiruna machten wir kurz Pause und sahen uns den neuen Stadtteil an. Die weitere Strecke von Kiruna bis Abisko war atemberaubend schön. Eine Weile fährt man den Tometräsk entlang, bis man ins kleine Abisko kommt. Im Dorfladen holten wir uns Vorräte und dann ging es weiter in die STF Abisko Turiststation, wo wir uns eine Cabin gemietet hatten. Dort bereiteten wir uns dann auf den Kungsleden vor, es musste ja alles in die Rucksäcke verpackt werden, bevor es dann los gehen konnte.
Der nördliche Kungsleden (Tag 8 bis 14)

Diese Tour stand schon lange auf unserer Liste und nun war es so weit. 106 Kilometer one-way und mit Bus und Zug zurück nach Abisko, dass alles in 7 Tagen, um danach von Abisko weiter Richtung den Lofoten zu fahren.
Zur Trekking Tour entlang des nördlichen Teils des Kungsleden gibt es einen eignen Blogeintrag: Kungsleden von Abisko nach Vakkotavare mit Kindern
Den Tag vor dem eigentlichen Abmarsch verbrachten wir im STF Abisko Turiststation, eine genialen Lodge am Ausgangspunkt des Kungsleden. Wir bereiteten alles vor um früh losgehen zu können. Am Abend davor gab es Pizza und Burger aus dem Restaurant der Lodge sowie eine leckere Nachspeise. Frühstück bereiteten wir uns in der Cabin zu da wir früh lost sollten und keine Zeit im Restaurant verlieren wollten. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage war gemischt, aber wir waren auf alles vorbereitet. Nach einem leckeren Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Vakkotavare. Das Auto am Bahnhof geparkt und los ging es.
Auf nach Blokken auf den Vesterålen (Tag 15)

Wie geplant kamen wir am Abend davor mit Bus und Zug wieder zurück zur STF Abisko Turiststation. Das Auto stand, wo wir es abgestellt hatten, und gleich checkten wir ein, wir hatten wieder eine Cabin für uns alle reserviert. Nachdem alle geduscht hatten und die Ausrüstung verstaut war, gab es Burger und Pizza welche herrlich schmeckten.
Früh morgens ging es zum Frühstück in die Lodge und das Buffet lies keine Wünsche übrig. An diesem Tag ging es von Abisko via Narvik nach Blokken bei Sortland. Für die etwa 270 Kilometer braucht man am Ende 7 Stunden.
Wir machten in Narvik halt zum Shoppen und es ging via der Refsnes - Felsnes Fähre weiter nach Sortland, wo wir frische Lebensmittel holten. Ohne längere Stopps und den Ausflug nach Sortland kann man es in 5 Stunden schaffen (hängt etwas von der Fähre ab). Es ist eine superschöne Fahrt. Wir kamen beladen mit frischen Lebensmitteln an unserem kleinen blauen Haus an und nachdem wir es uns wohnlich gemacht hatten, ging es ans Abendessen kochen. Dieses Mal mit viel Gemüse und Salat, das hat uns die Tage auf dem Kungsleden gefehlt.
Auf den Vesterålen und den Lofoten (Tag 16 bis 22)

Um auf den Vesterålen und Lofoten voranzukommen braucht es Geduld. Von unserem Haus nach Å i Lofoten waren es zwar nur 240 Kilometer aber ohne Halt braucht man über 4 Stunden. Diese Strecke muss man auch wieder zurück. Das war am Ende ein langer Tagesausflug aber mit bleibenden Eindrücken. Auch die 120 Kilometer vom Haus nach Andenes brauchten gut 2 Stunden in eine Richtung. Mit Whale Watching (unsere zwei Großen) und die Besteigung des Måtind ist das ein Tagesausflug. So auch der Besuch von Gimsøya (150 Kilometer in 2,5 Stunden eine Richtung) auf den Lofoten und die Besteigung des Hoven brauchten einen ganzen Tag.
Unbedingt genug Zeit einplanen damit es nicht zu stressigen Situationen kommt. Zur Besteigung der beiden Gipfel gibt es einen eigenen Blogeintrag: Hoven-Lofoten und Måtind-Vesterålen, zwei Aussichtsberge mit Kindern
Es gibt so viel zu sehen und auch mit 6 Tagen kratzen wir nur an der Oberfläche. Wir hatten echt Glück mit dem Wetter und während der 7 Tage so gut wie nur Sonnenschein. Es war kühl, windig und immer wieder zogen Wolken über uns hinweg jedoch Regen hatten wir keinen. Wir kommen auf jeden Fall zurück.
Neben unserer Tagesfahrt nach Å i Lofoten, dem Tagesausflug nach Andenes mit der Besteigung des Måtind und dem Tagesausflug nach Gimsøya mit der Besteigung des Hoven hatten wir weitere 4 Tage voller Abenteuer. Wir sahen uns das Hurtigrutenmuseum Stokmaknes an, besuchten eine Lachszucht mit Bootsausflug zu den Lachspods, und wanderten in der Umgebung um Blokken. Es gab auch einfach Tage wo wir relaxten und es uns ums Haus die Natur ansahen. Gutes Essen (selbst gekocht oder gegrillt) stand auch immer auf dem Programm.
Auf nach Stockholm via Hemavan (Tag 23 und 24)

Die knapp 1.400 Kilometer von Blokken nach Stockholm teilten wir in zwei Tage auf. Zuerst ging es 510 Kilometer bis Hemavan (mit der Fähre von Lødingen nach Bognes verließen wir die Lofoten). Nach etwa 9 Stunden kamen wir in Hemavan an. Dort hatten wir eine kleine Wohnung für die Nacht gemietet. Abendessen gab es in der Fjäll's Kitchen die auch glutenfreie Optionen anbietet. Es war echt lecker. Wir besorgten uns noch frische Sachen für das Frühstück, denn wir mussten früh weiter.
Am nächsten Tag standen die restlichen 850 Kilometer auf den Plan, dafür haben wir dann 12 Stunden gebraucht. Unser Haus war in Rimbo (bei Stockholm) und auf dem Weg dorthin stoppten wir in Knivsta um frische Lebensmittel zu besorgen, ohne Stopp wären es knappe 11 Stunden gewesen.
Wir haben ein kleines Haus in Rimbo nördlich von Stockholm gemietet. Von da aus war es nicht weit in die Stadt.
Stockholm und Umgebung (Tag 25 bis 27)

Von den drei Tagen planten wir zwei in Stockholm und einen an der Ostseeküste ein. Am dritten Tag sollte es regnen, somit wurde das als Museumstag reserviert.
Auf nach Stockholm. Wir parkten das Auto auf Södermalm in der Nähe der Katarina Kirche und machten uns von hier auf in die Altstadt Gamla Stan. Weiter ging es via Norrbro bis Kastellholmen und dann wieder in Richtung Auto zurück. Wir waren von früh morgens bis abends in der Stadt und legten so viele Kilometer zu Fuß zurück wie an unseren guten Kungsleden Tagen. Es war sonnig und sehr warm, das waren wir nach einer so langen Zeit nördlich des Polarkreises gar nicht mehr gewohnt.
Am zweiten Tag stand ein ruhiger Tag auf dem Programm, wir fuhren nach Kapellskär in Riddersholms Naturreservat direkt am Meer. Wir genossen die Sonne, das Wasser und ein Picknick. Ausgeruht ging es zurück zum Haus und an diesem Abend wurde dann gegrillt.
Am dritten Tag regnete es wie vorhergesagt. Die Jungs machten sich auf den Weg ins Vasa Museum und die Mädels ins Abba Museum. Nach einem ausgeben Besuch trafen wir uns, um Bummeln zu gehen. Am Abend gab es zum Abschied Köttbullar mit Erbsen, Kartoffelbüre und Preiselbeeren.
Die Heimfahrt (Tag 28 und 29)

Nach einem leckeren Abschiedsessen ging es Tag 28 von Rimbo (bei Stockholm) zur Fähre nach Trelleborg. Dieser Teil der Strecke war mit 700 Kilometern und 7 Stunden Fahrzeit ganz ok. Da die Fähre nach Travemünde erst gegen 20:00 Uhr Abfahren sollte hatten wir genug Zeit, um unterwegs im Luftwaffenmuseum bei Linköping zu stoppen. Das Museum erzählt die Geschichte von Saab und der schwedischen Luftwaffe und unser Sohn hatte sich diesen Besuch so sehr gewünscht. Er ist ein großer Fan von Saab und kannte fast jeden Flieger in diesem Museum.
Nach dem Besuch im Museum und der Mittagspause ging es weiter nach Trelleborg und dort auf die Fähre zurück nach Travemünde. Leider hatten wir mehrere Stunden Verspätung und kamen erste gegen Mitternacht los. Am nächsten und letzten Tag ging es dann von Travemünde zurück nach Hause.
Tipps

Die Reise in mehrere Etappen aufzuteilen hat sehr gut funktioniert. Eine weitere Woche hätte das ganze weiter entzerrt bzw. ein Stopp bei Tromsø wäre möglich gewesen. Neben Tromsø steht Sommarøy auf unsere To-do Liste, Grund genug, um noch einmal in den hohen Norden zu fahren.
Hätten wir den Kungsleden Trek aus irgendeinem Grund nicht antreten können dann wären wir nach Tromsø gefahren.
Auch wenn wir dieses Mal Glück mit dem Wetter hatten, von unseren vielen Reisen nach Norwegen wissen wir das es auch ganz anders sein kann. Somit sollte man immer auf Regen, Wind und kaltes Wetter vorbereitet sein.
Von den Touristenmassen sind wir auf den Lofoten verschont geblieben, es war schon spät in der Saison und das hat man deutlich wahrgenommen (und wurde uns auch von Einheimischen so bestätigt). Nur auf dem Kungsleden von Abisko bis zur Abzweigung Singi war mehr los als wir erwartet hätten. Auch an der hohen Küste und auf den Strecken dazwischen war weniger los als wir gerechnet haben. Stockholm war wie erwartet voll, obwohl es spät im Sommer war aber durch die Größe der Stadt verteilt (bis auf ein paar Stellen) sich das sehr gut.






































