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Trekking Camp Grimbach im Schwarzwald

Am Abend an der Feuerstelle im Camp Grimbach
Am Abend an der Feuerstelle im Camp Grimbach

Die Tour markierte mehrer Firsts wie Trekking im Schwarzwald, die erste Nacht im neuen MSR Mutha Hubba Zelt, neuer Rucksack und Wanderschuhe meiner Frau, erste Trekking Tour ohne mich, und vieles mehr. 

Die Wettervorhersage war gemischt und am Ende hat es dann doch viel mehr geregnet als vorhergesagt. Vor allem der Abend und die Nacht waren verregnet was der guten Laune aber kaum geschadet hat. Nach so langer Zeit zu Hause war das eine lang ersehnte Abwechslung und nichts konnte die Freude trüben,  nicht einmal regelrechte Moskito Wolken im Camp.

Die Camps hatten gerade erst wieder aufgemacht und unsere erste Reservierung wurde leider storniert. Beim zweiten Mal hat es geklappt und es versprach ein Abenteuer zu werden. 

Insgesamt eine nette Idee und gute Camps um auf den Geschmack des Trekking zu kommen. 

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung. 

Die Tour

Los ging es an der Schwarzenbachtalsperre um die Staumauer herum bis zur Abzweigung Richtung Seebachhof und Herrenwieser See. Dem E1 folgend ging es vom See hinauf zum Seekopf und weiter zur Badener Höhe. Die Badener Höhe markiert den höchsten Punkt der Tour und vom Turm aus bekommt man einen unglaublichen Rundblick. Von der Badener Höhe, wo sich die Badener Hütte (Notunterkunft) befindet geht es wieder hinunter in den Wald Richtung Herrnwieser Sattel. An der Mittelfeldhütte verläßt man den E1 und folgt von nun an der Beschreibung ins Camp (diese erhält man mit der Reservierung). Es sind knapp 12 km und 400 Höhenmeter die man bewältigt. Zurück ging es den selben Weg.

Das Trekking Camp Grimbach

Das Camp ist etwas versteckt und erst kurz davor an der letzten Abzweigung angeschrieben. An dieser markierten Abzweigung geht es via einem kleinen Naturweg durch den Wald ins Camp jedoch kann man auch dem Forstweg zum Camp folgen. Das ist einem selbst überlassen.

Offiziell gibt es drei Zeltplätze aber man sieht das auch an anderen Stellen gezeltet wurde. Man sollte aber nur an den markierten Plätzen sein Zelt aufstellen. Es gibt eine zentrale Feuerstelle und ein Plumpsklo.

Die Zeltplätze sind sehr weich, vor allem wenn es geregnet hat. Es empfiehlt sich auf jeden fall längere Heringe zu bringen damit man besseren Halt im Boden bekommt. Auch kann es bei starkem Regen zur Pfützenbildung kommen, also unbedingt die Zeltunterlage bringen. 

Holz hat es an der Feuerstelle, sollte es nicht der Fall sein dann muß man sammeln gehen. Der Mülleimer ist nur für die Asche also Müll wieder mitnehmen. Man sollte, um Überraschungen zu vermeiden, die Regeln des Camp vorher lesen. 

Wasser gibt es an einem kleinen Bach welcher jedoch in trockenen Sommern austrocknet. Dann muß man weiter gehen oder welches mitbringen. Es empfiehlt sich das Wasser auf jeden Fall zu behandeln, entweder Filtern oder mit UV bzw. Tabletten. 

Impressionen Tag 1

Impressionen Tag 2

Fazit und Tipps

Auch wenn nur für eine Nacht war es dennoch ein toller Ausflug. Das Problem mit den Trekking Camps ist das drei der Camps (jene in der Mitte der Nordschwarzwald Camps) nur mit 2 Personen pro Zelt belegt werden dürfen was es für uns schwer macht längere Trekking Touren entlang dieser Camps zu unternehmen. Diese drei Camps sind im Nationalpark und unterliegen strengeren Regeln. Es handelt sich dabei um Seibelseckle, Erdbeerloch und Bösellbach. Auch zeltet man auf erhöhten Holzplattformen und es empfiehlt sich ein freistehendes Zelt. Wir werden Anfang September im weiter südlich liegende Camp Gutellbach übernachten. Mehr Informationen zu den Trekking Camps im Schwarzwald findet man hier: trekking-schwarzwald.de

Wie schon erwähnt sollte man längere Heringe bringen um sein Zelt auch sicher im Boden verankern zu können. Eine Zeltunterlage ist auf jeden Fall empfehlenswert. Gegen Moskitos empfiehlt sich ein Kopfnetz und langärmlige Kleidung. Beim Insektenschutz hat der Anti Brumm Naturel leider nicht geholfen, das ist uns auf dem JMT bereits aufgefallen. Wie am JMT hat auch hier im Schwarzwald der Anti Brumm Forte sehr gute Arbeit geleistet. Anwendungshinweise beachten! Da man erst gegen Abend sein Zelt aufbauen darf und relativ früh wieder aufbrechen muß sollte man seine Tour gut planen. Durch die langen Nächte im Sommer bleibt aber genügend Zeit um am Lagerfeuer zu sitzen und Marshmallows zu braten.