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Ausrüstung von MSR, Exped und Marmot im Test

Mit vier Kindern und einer sechsköpfigen Outdoor verrückten Familie spielt das Budget eine große Rolle. So versuchen wir Ausrüstung die man unter den Kindern weiterreichen kann so zu kaufen das dies auch möglich ist (vor allem wenn es um Farben geht). Letztes Jahr haben z.B. unsere zwei Kleinsten die Schlafsäcke der Großen übernommen, diese wiederum unsere Schlafsäcke uns so brauchten wir Eltern jeweils einen neuen Schlafsack. Gleiches mit den Schlafmatten. Ausrüstung die Gefahr läuft im Keller eingelagert werden zu müssen wird wieder verkauft. Auch wenn die Wahl nicht wirklich gepasst hat gibt es meistes jemanden der sich darauf freut.  Das Hilft nicht nur dem Budget sondern ist auch gut für die Umwelt. Ersetzt wird bei uns nur wenn es entweder kaputt ist (und nicht repariert werden kann) oder nicht den Anforderungen der geplanten Tour entspricht. Wir achten dabei auf Qualität damit wir Ausrüstung lange nutzen können. Es muß auch nicht immer das neueste Modell sein. Wir suchen uns auch gerne Auslaufmodelle aus und planen Anschaffungen lange im Voraus. So können wir Preise beobachten und dann kaufen wenn es am sinnvollsten ist. Ausnahmen machen wir wenn die Entwicklung einen Sprung gemacht hat und es sich somit auszahlt das neueste Modell zu kaufen. Aber auch da zahlt sich Geduld aus. Horten von Ausrüstung geht bei uns schon lange nicht mehr, die Zeiten wo ich ein Zelt für jede Situation hatte sind lange vorbei, Ausrüstung unterliegt seit Jahren einem echten Ressourcen Management. 

Exped Synmat UL M
Marmot Phase 20
MSR Windburner Ceramic Sauce Pot

Nach dem JMT im letzten Jahr habe ich meine alte Exped SynMat 7 UL M und meinen Marmot Hydrogen Regular Schlafsack verkauft. Es brauchte ein Matte die mich nicht bei jedem Umdrehen aufweckt und einen Schlafsack der mich auch um den Gefrierpunkt warm hält. Mit meinem MSR Windburner Duo Cook System waren wir auf dem JMT 2019 super zufrieden aber wenn wir alle 6 unterwegs sind braucht es einen größeren Topf. Das Windburner System hat viel Zubehör und ich mir nun den Group Sauce Pot mit 2,4 Liter gekauft. Ich habe mich erkundigt, Berichte gelesen und war in Outdoor Shops um mir verschieden Optionen anzusehen. In diesem Eintrag geht es um die Gründe warum ich das jeweilige Produkte gewählt habe und wie meine ersten Eindrücke nach einem Test im Garten sind sowie egelmäßige Updates nach Einsätzen in der Natur.

Hinweis auf Werbung: In meinen Berichten finden sich Marken bzw. deren Produkte sowie Links unter anderem zu Marken und Anbietern die ich auf meinen Reisen und/oder für meine Bewertungen genutzt habe. Diese Produkte habe ich alle selbst gekauft. Dabei handelt es sich um eine freiwillig Marken-Verlinkung. 


Exped SynMat UL M Schlafmatte

Therm-A-Rest Neo Air Women und Neo Air X-Lite Women
Therm-A-Rest Neo Air Women und Neo Air X-Lite Women

Die Exped SynMat war aufgrund meiner Erfahrungen auf dem JMT 2016 und 2019 eigentlich nicht meine erste Wahl, sie war einfach zu laut und ich bin deswegen immer wieder aufgewacht. Meine erste Wahl war die überarbeitete Therm-A-Rest Neo Air X-Lite. Ich besitze zwei Matten der ersten Modellreihe der Neo Air Serie und beide sind immer noch im Einsatz. Meine beiden Kinder nutzten sie auf dem JMT 2019 und sie waren unschlagbar.

Das Bild zeigt die alte Matte links und das neueste Modell (2020) rechts (die Women Versionen). Die neuen Features sind klasse und vor allem das neue Ventil, der höhere R-Wert und das Gewicht sind überzeugend. Das neue Ventil in Verbindung mit dem mitgeliefertem Pumpsack ist einfach zu bedienen und die Matte schnell befüllt. Bestell, ausgepackt und überrascht. Alles war einfach nur super außer das laute Knistern der Matte. Für mich und meine Frau (beide wollten eine neue Schlafmatte) ein no-go für Matten. Für Personen mit tiefem Schlaf ist die Matte einfach nur super. Bei mir ging sie zurück und ich hoffe sehr das Therm-A-Rest an einem Update arbeitet das diese genialen Matten wie die alten Matten super leise macht. 

So kam meine zweite Wahl ins Spiel. Ich hatte gelesen das die neue Exped SynMat nicht mehr so laut ist wie das Modell das ich hatte und auch das Problem mit den Kanälen soll wohl der Vergangenheit angehören. 

Mit 183 x 52 cm bietet die rechteckige Schlafmatte viel Platz. Sie ist wirklich viel leiser als mein Vorgängermodell und die Oberfläche ist rutschfest damit man mit dem Schlafsack nicht so leicht von der Matte rutscht. Die dickeren beiden äußeren Kanäle stabilisieren zusätzlich. Großes Plus ist das der Schnoozel Pumpsack sowie das Flickset mit dabei sind, somit müssen diese nicht mehr extra gekauft werden. Neben der Musterung ist auch die Farbe dunkler, die beiden Ventile sind wie beim Vorgänger an der Unterseite angebracht. Sie ist 7 cm dick un hat einen R-Wert von 2,9 (beim Kauf waren es 3,3!). Die Matte ist in etwa gleich schwer als der Vorgänger: 492g für die Matte (inklusive Packsack), 56g für den Schnoozel und 15g für das Flickset (alles nachgewogen). 480g hatte mein altes Model (inklusive Packsack) und der Schnoozel lag auch bei 56g.

Zusammengefasst ist mein erster Eindruck sehr positiv und freue mich schon darauf meine neue Schlafmatte zu testen. 

 

Update September 2020: 

Meine Frau und ich waren nach einem ersten Test im Sommer 2020 sehr zufrieden und wir haben nun eine weitere Exped SynMat UL M gekauft. Leise und bequem, könnte etwas wärmer sein aber zusammengefasst sind wir sehr zufrieden. Wir geben 4 von 5 Sternen.

 

Update Oktober 2021:

Wir waren nun mit den Matten im Oktober unterwegs, der Boden war bereits kalt und nach einer kalten Nacht hat es morgens dann gefroren. Da zeigte sich das der R-Wert von 2,9 nicht ganz ausreicht um kuschelig warm zu bleiben. Eigentlich kaufe ich keine Matten mit einem R-Wert von unter 3,0 aber zum Zeitpunkt des Kaufs waren die Matten auch mit einem R-Wert von 3,3 angeschrieben was wohl nach einer EN Prüfung auf 2,9 herabgestuft wurde. Für den Sommer eine super Matte aber wenn man nachts leicht friert dann wird es von unten her leider kalt. Somit keine echte 3 Season Matte Dei Tatsache das ich Matten mit einem R-Wert von 3,3 gekauft habe und diese aber nur einen R-Wert von 2,9 haben ist ein klarer Mangel. Somit nur noch 3 von 5 Sternen denn der Wettbewerb kann das besser. 


Marmot Phase 20 Regular Schlafsack

Marmot Phase 20

Neben dem Marmot Phase 20 standen auf meiner Liste der Mammut Sphere Down 3-Season, der Yeti Passion Five sowie der AplinLite und MegaLite von Western Mountaineering. Alles superleichte Schlafsäcke der Oberklasse. 

Nach meiner Enttäuschung über den Marmot Hydrogen (siehe extra Bewertung) und dem erfolglosen Versuch von Marmot ein Statement zu bekommen wollte ich eigentlich keinen Marmot Schlafsack mehr kaufen. 

Ich bin aber schon seit langem ein echter Marmot Fan und habe viele Produkte mit denen ich sehr zufrieden bin. Am Ende sollte der beste Schlafsack mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis gewinnen. 

Ich habe mich viel mit Schlafsäcken beschäftigt und nutze dazu gerne auch die Website outdoorgearlab.com. Dort wurde der Marmot Phase 20 sehr gut bewertet (wie auch die Damen Version) mit einer Ausnahme, dem Reißverschluss. Auch Berichte von Nutzern erwähnten das sich der Reißverschluss sehr gerne im Gewebe verfängt. Läßt man dieses Manko außer acht dann geben sich die Top Schlafsäcke von Yeti, Mammut, Marmot und Western Mountaineering nicht viel. Als dann der Phase 20 im Angebot  angeboten war schlug ich zu denn dieses Preis-Leistungsverhältnis war kaum noch zu schlagen. Meine Frau, auch auf der Suche nach einem neuen Schlafsack, hat sich für den Mammut Sphere Down 3-Season entschieden, da war mir aber die 180cm Variante zu kurz und der 183cm Phase 20 passte genau. 

Mit seinen 183cm passt er mir (178cm) so daß ich mich von der Länge her nicht eingeengt fühle. Der etwas enge Knöchelbereich ist gewöhnungsbedürftig sorgt aber dafür das die Füße in der extra isolierten großen Fußbox bleiben. Laut Hersteller liegt der Komfortbereich bei -1°C, das Limit bei -7°C und Extrem bei -25°C. Er wiegt nachgewogen 700g (inklusive Packsack) und hat im Vergleich zum Marmot Hydrogen eine super Bauschkraft. Er hat eine enge Mumienform aber ich habe reichlich Platz darin (ist aber etwas enger als der Marmot Hydrogen). Die von Marmot so genannte 3D-Nautilus Kapuze kommt einem im ersten Moment sehr beengt vor aber wärmt ungemein und sitzt super fest auch wenn man sich viel bewegt. Wenn man mehr Sicht will läßt man den Reißverschluss etwas offen.

Da sind wir schon bei der Achillesferse des Phase 20. Der Reißverschluss ist sehr dünn und das Gewebe um ihn nicht besonders geschützt. Die Folge ist das er sich vor allem beim Aufmachen gerne verfängt. Ich habe das mehrmals probiert und eines ist klar, ohne Strategie kommt man im Notfall nicht schnell aus diesem Schlafsack heraus (ohne ihn zu beschädigen). Das passiert vor allem wenn man versucht den Schlafsack von innen zu öffnen. Nimmt man die Hand zuerst heraus und öffnet ihn von außen dann geht es viel leichter. Dann kann man mit der zweiten Hand innen gut den Stoff spannen. 

Ich habe eine Zeit lang überlegt ob ich den Schlafsack deswegen zurücksende habe mich am Ende aber dagegen entschieden. Zwar ist der Reißverschluss des Mammut Sphere Down 3-Season meiner Frau größer und besser geschützt aber wenn man nicht aufpasst bleibt auch dieser hängen.

Mein erster Eindruck ist sehr positiv. Super warm, super kuschelig und extrem leicht. Kann es kaum erwarten die ersten Nächte darin zu schlafen und dann natürlich auf meiner neuen Exped SynMat UL Schlafmatte. 

Marmot Phase 20
Outdoor Service Team Berlin

Update Mai 2022:

Nach dem ersten Einsatz war klar, dass der Reißverschluss ausgetauscht werden muss. 

Original hatte der Schlafsack einen Reißverschluss mit einer Kettenstärke von 3 mm und ich habe ihn beim Outdoor Service Team in Berlin gegen einen mit einer Kettenstärke von 5 mm austauschen lassen. Dazu ein Einklemmschutz oben und schon konnte es wieder losgehen.

Mit dem neuen Reißverschluss lässt sich der Schlafsack super einfach öffnen und wieder schließen. Insgesamt ist der Marmot Phase 20 superbequem, warm und das Material fühlt sich sehr angenehm an. Die Kapuze ist sehr bequem und hält warm. Den mitgelieferten Packsack habe ich gegen einen Kompressionssack getauscht, so spare ich auch Platz im Rucksack.

Nun habe ich einen rundum genialen Schlafsack, der mit Western Mountaineering und Feathered Friends Schlafsäcken mithalten kann. Nach dem Upgrade des Reißverschlusses und mit dem Kompressionssack gibt es nun 5 von 5 Sternen. 


MSR Windburner System Group Sauce Pot

MSR Windburner Stove

Um den neuen 2,5 Liter Group Sauce Pot (mit Beschichtung) zu testen habe ich mir ein Backpacking Dinner Rezept von Trail Recipes ausgesucht: Smoked Sausage Jambalaya

Zutaten  sind wie unten zu sehen Reis (schnell kochend), Paprika, geräucherte Wurst, Zwiebel, Knoblauch, Tomatenmark, Kreolische Gewürze, Salz und Olivenöl. Ich habe zwei Portionen gekocht (die Angaben im Rezept, oben verlinkt, verdoppelt). 

Den Windburer Stove angemacht und kurz gewartet bis er anfängt orange-rot zu werden. Dann den Topf auf den Burner (rastet einfach ein) und los gehts denn der Topf ist sofort heiß, kein Warten!

MSR Windburner Stove Sauce Pot

Als erstes kommt das Olivenöl zum Anbraten der gehackten kleinen Zwiebel und zweier gehackter Knoblauchzehen in den Topf. Zwiebeln und Knoblauch kurz anbraten und die in Scheiben geschnittene Wurst hinzugeben. Solange unter Rühren anbraten bis die Wurst leicht bräunlich wird. Dann die 1/2 rote Paprika, 2 EL Tomatenmark und die kreolische Gewürzmischung hinzugeben und etwas 2-3 Minuten weiter braten. 

Nun kommt das Wasser und der Reis hinzu (1  1/3 Cup Wasser und 1/3 Cup Reis) und kurz aufkochen lassen. Den Burner auf Simmer Einstellung zurückdrehen und mit geschlossenem Deckel etwa 10-15 Minuten leicht köcheln lassen. Dabei immer wieder umrühren. 

Nach etwas 10 Minuten (Bild links) sieht man bereits wie der Reis quillt. Bei uns hat es am Ende 15 Minuten gedauert bis die Flüssigkeit fast weg und der Reis fertig war (Bild rechts). 

Der Topf war wie bereits erwähnt sofort heiß und man konnte gleich loslegen. Nichts ist angebrannt oder auch nur kleben geblieben. Im Topf, wie man sehen kann, war noch viel Platz und es hätte locker für 5 Portionen gereicht (das waren jetzt 2). 

Der Sauce Pot stand die ganze Zeit sehr stabil auf dem Burner und war super einfach zu reinigen. Trotz Tomatensauce waren keinerlei Rückstände zu sehen. 


Den ersten Test hat der MSR Windburner Sauce Pot sehr gut bestanden und wir freuen uns schon ihn im Feld zu testen. Da wir mit dem 1,8 L System (1 Liter Wasser kann auf einmal gekocht werden) zu viert gut auskamen sollte dieser 2,5 L Topf (2 Liter Wasser können auf einmal gekocht werden) für uns 6 Reichen. Neben Wasser kann man in diesem Topf auch richtige Essen zubereiten. Darauf freuen wir uns schon.

 

Und was das Rezept betrifft: Super lecker!

 

Update September 2020: 

Wir hatten das neue System nun zwei Mal mit dabei und sind sehr zufrieden. Egal ob man nur Wasser aufwärmt oder im Topf ein Essen zubereitet, er hat alles super geklappt. Klare 5 von 5 Sternen.